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Archiv der Kategorie: frisch aus dem Regal

#106 das beste Spiel 2017

Es ist nicht „Breath of The Wild“

Der letzte Text liegt schon eine Weile zurück. Darin habe ich geschrieben, wie sehr mich die Welt von Rezensionen und der Druck durch Meinungen verändert hat. Es ist mehr als ein Jahr vergangen und einiges hat sich geändert. Ich habe akzeptiert, dass ich nicht das Ziel von Marketingkampagnen bin. Ich habe akzeptiert, dass ich mich selber in meinem Geschmack weiterentwickelt habe. Aber das Wichtigste, ich habe den Spaß wiedergefunden. Ich liebe Videospiele und das hat sich trotz fehlender Leidenschaft in den letzten Jahren nicht geändert. Was sich aber geändert hat, sind die Spiele.
Und das tun sie auch weiterhin. Man kann mittlerweile immer und überall ein Exemplar eines Genres finden, welches einen fasziniert oder sogar positiv überrascht. Beispiele?

Wenn du keines dieser Beispiele ansprechend fandest, entschuldige ich mich. Es gibt anscheinend doch Menschen, die Indies nicht mögen.

Was hat das nun mit der Überschrift zu tun? Ich habe 2017 bereits einige Spiele gekauft, die mir meine Leidenschaft zurückgebracht haben. Und eines dieser Spiele würde ich fast schon als Defibrillator bezeichnen. Es ist in meinen Augen perfekt. Das ist meine Meinung und diese werde ich nicht mehr ändern. Und das nicht nur, weil ich es streame und dabei Spaß habe die Reihe Leuten näher zu bringen. Das Spiel um das es sich handelt ist der offizielle Nachfolger zu einen meiner absoluten Lieblinge.

Es ist nicht „NieR“

Wie oft wurde ich gefragt, was mein Lieblingsspiel war. Früher hätte ich sofort mit Tales of Symphonia drauf geantwortet. Heute unterteile ich in Genre, Plattformen und den Modus. Es ist im Grunde egal, was man persönlich besonders mag, da es sich ebenso ändern kann, wie das Angebot von Videospielen. Jedenfalls gibt es da noch NieR. Dieses Spiel hat einen besonderen Platz in meinem Herzen. Viele schreiben, wenn sie es erwähnen, von einem absoluten Geheimtipp. Man solle es unbedingt spielen. JEDER!
Würde ich nicht unterstreichen, weil NieR ein schrecklich anstrengendes Spiel ist. Aber wenn man Zeit investiert und das muss man auch, erlebt man etwas faszinierendes. Da fällt mir ein, dass ich noch den Reviewtext von vor einigen Jahren habe. Lassen wir also mein Ich Anno 2015 reden. Die Formulierung ist etwas kantig.

„NieR. Ich liebe NieR. Ich hasse NieR. Es ist eines meiner absoluten Lieblingsspiele und doch habe ich mich lange geweigert etwas dazu zu machen. Aber ich glaube es ist Zeit und ich versuche so viel wie möglich zu erklären, was in meinem Kopf vorgeht.
Ach wenn es doch nur einfach wäre. Ich denke ich fange einfach mit einer kleinen Anekdote an. Sie trug sich zum Release 2010 zu. Um den April herum um genau zu sein, dort wurde nämlich dieses Spiel bei uns veröffentlicht. Damals hörte ich noch ziemlich genau auf einen Herrn im Radio. Seinen Namen habe ich mittlerweile vergessen, doch ich höre noch heute seine Worte.

„NieR ist ein Spiel das nicht konventionell ist. Es ist in seinen Mechaniken nicht gut und daher nur Liebhabern zu empfehlen, die dann aber auch ein besonderes Erlebnis erfahren werden.“
So oder so ähnlich, waren seine Worte.
Ich habe es mir nicht gekauft.

Seit einigen Jahren, um genau zu sein seit den widerlichen Final Fantasy 13 Reviews, also einige Zeit nach dem NieR Release, habe ich aufgehört auf die Worte von Reportern und Reviewern zu hören. Einige Wochen zu spät. Zu dem Zeitpunkt war das Spiel nämlich bereits vergessen.
Etwas, was ich bis heute bereue, denn NieR ist eine Perle und mit dem auf der E3 angekündigten Sequel, dass nur zeitlich ein Sequel ist, aber storytechnisch nichts mit dem Vorgänger zu tun hat, erwartet uns vielleicht eines der großartigsten JRPG für die Generation PS4 und XboxOne.

The game’s all-star development team consists of producer Yosuke Saito (DRAGON QUEST X/NieR), director YOKO TARO (Drakengard/NieR), character designer Akihiko Yoshida from CyDesignation, Inc. (FINAL FANTASY XIV / BRAVELY DEFAULT), game designer Takahisa Taura from PlatinumGames Inc. (Metal Gear Rising: Revengeance), and composer Keiichi Okabe from MONACA, Inc. (TEKKEN/Drakengard/NieR). PlatinumGames Inc. will be amplifying the action-oriented combat and building a beautifully diverse visual experience that will fully harness the graphical power of the PlayStation 4 system.

An der Stelle muss ich jedes mal schlucken. Denn es gibt nur wenig Leute, die ich für etwas besonderes halte.
Dazu gehören überwiegend Meister ihres Fachs wie Okabe, REVO (Bravely Default OST), Iga (Symphonie of The Night Entwickler) und ja auch Uematsu. Diese und viele weitere, deren Namen mir nie im Leben alle einfallen, sind Menschen, denen man ihre Leidenschaft ansieht. Und Leidenschaft ist etwas, was mich immer tief bewegt. Zusätzlich muss ich sagen, dass die Riege an Menschen, die an dem Projekt arbeiten weit mehr, als ein Traum sind.

Nach einigen Jahren bin ich auf YouTube auf jemanden gestoßen, der zu der Zeit ein NieR Let’s Play angefangen hat. Mit der Absicht es auf 100% zu bringen. Mit der Absicht es der breiten Masse darzulegen.
Mittlerweile ist er einer meiner engsten Freunde und das auch durch NieR. Denn NieR verbindet. Es ist wirklich etwas einzigartiges auf der Welt.

Angefangen bei dem Fakt, dass es zwei NieR’s gibt. Gestalt und Replicant.
Gestalt ist in Japan die Xbox360 und Replicant die PS3 Version. Der Unterschied liegt nicht nur im Namen, sondern auch im Inhalt. Fakt ist Japaner scheinen eine seltsame Ader zu Geschwisterbeziehungen zu haben, die in unseren Gefilden eher verpönt wird. Es gibt Momente, in denen man Andeutungen sehen kann, wenn man extrem misstrauisch ist, doch bleibt das Spiel komplett frei von sexuellen Blicken zwischen NieR (der offizielle Name vom Protagonisten) und Yonah seiner Schwester.

Die PS3  Version hat ebenfalls NieR als Protagonisten, doch ist er hier der Vater von Yonah. Was als Anpassung an den Westen dienen sollte, weil man wohl glaubte, dass es sich so besser verkaufen würde.
Zusätzlich heißt das Spiel bei uns auch nur NieR. Achja und bevor jemand fragt, ich schreibe NieR immer mit einem großen R, weil das die offizielle Schreibweise ist. Jedenfalls in Japan.
Aber zurück zum Vater. Ich weiß, dass es daran liegen kann, dass ich nur die westliche Version kenne, aber die ganze Geschichte entfaltet sich meiner Meinung nach besser mit dem Vater, als mit dem Bruder.
Aber darauf kommen wir einfach am Ende zurück.

Punkt zwei der Einmaligkeit, ist das New Game Plus System. An der Stelle möchte ich vorwarnen, dass ich einiges spoilern werde. Solltest du also das Spiel selber erleben wollen, schalte ab, ich kann mich nicht davon abhalten.
Wie gesagt ist das NG+ etwas besonderes. Das Spiel weist 4 unterschiedliche Enden aus, von denen eins im ersten Durchgang, eines im zweiten Durchgang und zwei im dritten Durchgang getriggert werden können.
Heißt das, dass man das Spiel dreimal durchspielen muss? Nein, denn nach dem ersten Ende startet das NG+ automatisch in der zweiten Hälfte des Spiels. Nicht absolvierte Quests sind nicht mehr zu absolvieren, man behält aber alle Items, Waffen, das Level und die Aufwertungen.

Das ist einer der Punkte, die NieR zum Meisterwerk macht. Denn je öfter man es durchspielt, umso mehr erwacht man wie aus einem Traum. Je mehr wünscht man sich das Spiel verändern zu können. Nicht das zu tun, was man zuvor als ok erachtet hat.
Nicht zu sehen, was zu sehen ist.
Aber man muss es. Man muss es sehen, um zu verstehen, was dieses Spiel ist. Was es auszeichnet.

Jeder, so ist meine Meinung, der dieses Spiel nur als mittelmäßig betrachtet, hat es niemals ins NG+ geschafft. Denn ab dem Moment, ist es egal, wie schlecht die Grafik erscheint, wie seltsam die Welt aufgebaut ist. Es ist ein völlig neues Erlebnis untermalt mit einer Priese schwarzen Humors.
Aber genug geredet. Fangen wir endlich mit dem Inhalt an.“

Es liest sich wie ein Skript, weil es eins ist. Ich habe sogar über 11 Stunden Videomaterial aufgenommen. Zu einer Videoreview von mir kam es aber nie.

Es ist „NieR Automata“

Wie in dem Skript erwähnt, wurde NieR Automata als Sequel von NieR angekündigt. Um genau zu sein mit nur geringen Verbindungen zum Original, wenn überhaupt. Etwas, was mir egal war, denn die Leute im Projekt waren eine Traumbesetzung. Es gibt niemanden, den ich mir eher gewünscht hätte.
NieR Automata spielt in etwa 1000 Jahre nach NieR und behandelt den Krieg zwischen Androiden und Maschinenwesen, welche von Aliens erschaffen wurden. Diesmal rennt man nicht alleine durch die Gegend, sondern hat einen Begleiter. Beide Androiden, welche 9S und 2B als Bezeichnung tragen, müssen auf der zerstörten Erde Sidequests lösen und den Krieg ein für alle Mal beenden. Im Laufe der Geschichte entwickeln sich Beide weiter und treffen auf schräge Persönlichkeiten. Und genau wie in NieR ist ein Spieldurchgang nicht das Ende. Diesmal hat Square vorsichtshalber eine Nachricht ans Ende gehängt, damit auch niemand auf die Idee kommt so zu tun, als wäre es nicht offensichtlich. Kein JRPG geht 20 Stunden. Aber besser Vorsicht als Nachsicht.
Übrigens gibt es diesmal so viele Enden, wie es Buchstaben im lateinischen Alphabet gibt. Eingeschlossen dem typischen Draken-NieR alle Waffen aufs Maximum gebracht Ende. Man kann Enden verpassen, also empfehle ich sehr genau zu beobachten. Oder du nimmst dir ein Guide zur Hand.

Ich sitze aber nicht hier und tippe auf der Tastatur herum, um Automata auseinander zu nehmen. Das haben genug Leute getan. Das Endergebnis ist sowieso fast immer das Gleiche gewesen. Es ist ein Spiel, dass jeder JRPG Fan spielen sollte. Ich gehe hier aber einen Schritt weiter und versuche zu erklären, warum es das beste Spiel des Jahres, wenn nicht sogar der letzten Jahre ist. Es ist ein Titel, der in jedem Regal stehen sollte, das ebenso NieR beinhaltet. Es ist im Grunde NieR in Perfektion und ohne Fehler. Ok ausgenommen der Fokus. Eine Katastrophe bei größeren Gegnern.

In den letzten Jahren sind Spiele erschienen, die sich einem bestimmten Genre bedienen, das bereits so schon lange existiert oder ein Nachfolger für ein zuvor erschienenes Spiel sind. Sie haben selten etwas innovatives geboten, meistens eher das Gute vom Alten gezeigt. Fortsetzung einer bereits vorhandenen Story. Manchmal war selbst das nicht ansprechend. Es gibt unter diesen Vertretern gute und schlechte Beispiele. Jedem ist selbst überlassen was er wo einordnet. NieR Automata dagegen hat es geschafft das Gefühl beizubehalten und weiterzuentwickeln. Das bedeutet, dass wenn du NieR gespielt hast, wird sich Automata noch mehr wie NieR anfühlen, als NieR selber. Es sind nicht nur die Kameraperspektiven, die beide Teile außergewöhnlich machen. Die Art wie NPCs kommunizieren, die Form, in der Geschichten erzählt werden, und der dezente Einsatz von Musik. All diese Dinge machen ein NieR Spiel aus.
Kameraperspektiven wechseln nun häufiger. Man erinnert sich gut an das Dorf Adlerhorst, in dem es öfter zu einem Wechsel zwischen zwei Perspektiven kam. In Automata passiert das noch häufiger und wird wie im Vorgänger benutzt um bestimmte Gefühle hervorzurufen. Vielleicht aber zeigen sie einem auch eine Randnotiz, die wichtig für das Verständnis ist. Die Ausmaße lassen einen jedenfalls zu oft zum Schluss kommen, dass man als Figur nur ein Kleines Rädchen in einer massiven Welt ist.
Sidequests fangen wie im Original normal an und enden mit etwas unerwarteten. Nur in Automata sind alle noch verzweifelter. Alles fühlt sich noch ein Stück mehr traurig und falsch an. Die Belohnungen dagegen sind reichhaltig. Das lenkt aber nicht vom Fakt ab, dass man meistens nach Abschluss traurig oder wütend ist. Das ist in NieR normal und in Atomata noch allgegenwärtiger.
Was durch die noch vielseitigere Musik unterstützt wird. Du hast in NieR geweint? Du wirst in Automata noch mehr leiden und dir wünschen etwas ändern zu können. Ungerechtigkeit schwebt vor deinen Augen und dir wird von Stunde zu Stunde klarer, dass NieR und Automata einzigartig in ihrer Art sind und Letzteres das Original in dem Punkt überbietet.
Und ja es gibt bekannte Gesichter. Sie sind logisch in die Geschichte eingebaut und wirken nicht wie Fanservice. Etwas, worüber ich besonders dankbar bin.

Das beste Spiel 2017, wenn nicht der letzten Jahre

Warum ist es mein Spiel des Jahres, wenn es nichts neu erfindet, sondern nur ein altes Spiel nimmt und alles daran verbessert? Weil es alles neu anfühlen lässt. Wie oft haben wir uns gewünscht einmal nur einmal unser Lieblingsspiel von Vorne, blind genießen zu können. Man weiß was passiert, man weiß was zu tun ist. NieR Automata ist NieR. Es fühlt sich an wie NieR. Aber es ist neu. Es ist ein neues NieR, was genau die gleichen Gefühle wieder aus deinem Herzen hervorkramt, die du damals hattest, wenn du dich darauf eingelassen hast. Es geht dabei den Schritt weiter und steigert das Gefühl durch eine noch glaubhaftere und ausgefeiltere Geschichte. Wir sind keine Androiden, aber wir verstehen dennoch ihre Probleme , weil das Spiel uns erklärt, wie diese Maschinen fühlen. Und manchmal ertappt man sich und sagt, dass man irgendwann einmal genauso dachte. Aber wir sind keine Maschinen und wir lernen aus unseren Fehlern. Etwas, an das dieses Spiel sehr subtil erinnert. 
Am Ende hat man nicht nur eine Geschichte erlebt, die einen zum Denken anregt, sie kann dich ebenso verändern, wenn du dich darauf einlässt. Und dafür muss man nicht das Original gespielt haben. Jeder kann es ohne Vorkenntnisse genießen und aus Neugierde den Vorgänger spielen und den genauso lieb haben. Für einen NieR Liebhaber oder eine Liebhaberin ist es aber ein Geschenk. Endlich ein neues NieR. Endlich ein Spiel, dass mich wie damals fühlen lässt, als ich während meiner Kindheit neue Genres und Stories erlebt habe. Aber gleichzeitig ist es erwachsen und niemals kindisch.

Ich liebe dieses Spiel.

 

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#104 Retron 5 -alt und neu und unausgereift und faszinierend-

Pixel, Voxel oder ganze realistische 3D Modelle?

Ich bin mit Nintendo aufgewachsen. Für mich ist Retro die Zeit ab Super Nintendo und dem N64. Dass es NES, Ataris, Famicoms oder ganze Ein-Spiel-Konsolen gab, habe ich erst vor einigen Jahren mitbekommen. Meine gesamte Kindheit drehte sich um den GameCube, die Wii und Handhelds. Und auch Jahre nach der Erkenntnis, dass es eine Zeit vor Windows 92 und einem Telefon-Internet gab, war Retro für mich uninteressant. Man erkennt die Schönheit in manchen Dingen eben erst, wenn sie zu verschwinden drohen. Wie die Chance Spiele zu zocken, die vor der eigenen Generation erschienen sind und jetzt schlecht emuliert in Online-Shops angeboten werden. Wo bleibt da der Flair?
Wenn ich mich entscheiden müsste, was meine Lieblingsdarstellung von Charakteren ist, hätte es sich in den letzten 15 Jahren von 3D zu flüssigen Sprites verschoben. Die Kunst eine Ansammlung von Pixeln dazu zu bringen lebendig zu wirken, ist Kunst. Was nicht heißt, dass 3D Modelle uninteressant sind, es fühlt sich nur nicht so kreativ an.
Warum interessieren wir uns überhaupt für alte Spiele? Es gibt natürlich immer den Kindheitsfaktor, doch was ist mit Leuten wie mir, die kein solches Gerät besaßen? Ist es vielleicht Neid, der Wunsch mitreden zu können oder einfach nur Sammelwut? Ich kann hier nur für mich reden, aber seit ich die Games Done Quicks verfolge, bedrängt mich ein inneres Bauchgefühl zum Kauf eines SNES oder zur Benutzung eines Emulators, ein Programm, welches ich persönlich verabscheue, solange die Möglichkeit besteht das Original auftreiben zu können. Ich habe nur zwei Spiele jemals über einen Emulator gespielt. Das waren Donkey Kong Country 2 für ein Together und Mother 2 (bei uns als Earthbound bekannt). Letzteres habe ich abgebrochen, weil dann die WiiU angekündigt wurde und sie als Launch-Titel eben dieses Earthbound besaß.
Warum mir Emulatoren missfallen hat einen wirtschaftlichen Grund. Wie gesagt kann man viele Spiele immer noch irgendwie bekommen und so Retroläden oder Privatverkäufer einen kleinen Geldbonus bieten. Gerade Läden kämpfen um ihr Überleben, warum also nicht unterstützen? Ja, Emulatoren sind natürlich günstiger und vielleicht hat man auch kein Geld, da kann ich nichts gegen sagen. Dennoch mag ich sie nicht, sie unterstützen den Nichtkauf.
Ironischerweise ist der Retron5 ein Gerät, welches die Iso von der Cartridge ripped und dann über einen Emulator spielbar macht. Eigentlich kein Unterschied, bis auf den Fakt, dass eben das originale Spiel gebraucht wird. Dadurch kann man zusätzlich Sprach-Patches auf das Gerät spielen und japanische oder amerikanische Spiele auf Deutsch zocken, was gerade für jemanden wie mich ein massiver Vorteil ist. Ich liebe japanische Rollenspiele.

mangelhafte Ware

Das Gerät ist eine Katastrophe, die Verarbeitung ein Haufen Nachlässigkeiten und wenn man die Cartridge falsch raus zieht, zerstört man den Schacht und die sich darin befindlichen Pins. Die Software hat Bugs und ein System-Boost kann die ganze Hardware zerstören. Das Ganze wird nicht in Deutschland vertrieben, da das Wireless-Signal des Controllers zur Konsole nicht den Richtlinien entspricht und der Import ist wegen dieser Beschränkungen unmöglich. Jedenfalls bei offiziellen Shops in Amerika. Klingt doch großartig oder? Der UVP liegt bei 150$ in Amerika mit Garantie und 160 bis 200€ in Deutschland ohne Garantie.
Mein erster Retron5 war B Ware und hatte angeblich nur einen kaputten Controller.

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Weder der GameBoy Advance Slot funktionierte, noch war der SNES Slot in Ordnung. Der Anblick schmerzt.
Zum Glück gilt in Deutschland eine automatische Garantiepflicht und man kann Elektronik zwei Wochen lang zurückschicken. Der Zweite Versuch verlief besser und diesmal funktionierten die beiden Slots. Ob die Anderen gehen kann ich nicht sagen, da ich keine Genesis, NES oder Famicom Spiele besitze. Hoffen wir einfach auf das Beste.
Neben der Hardware gibt es noch die Software. Mittlerweile wurden einige Updates veröffentlicht, darunter auch ein Beta Patch, den ich nicht empfehlen kann. Die veröffentlichte 2.2 ist zwar ein Bugfest laut Aussagen vieler Nutzer, dennoch hatte ich einen unglaublich nervigen Soundbug mit der neuesten Version, sodass ich auf 2.2 geblieben bin.

DSC_0434Wie bereits erwähnt ist der Retron5 ein Gerät, dass hauptsächlich als Kompromiss dient. Für Leute, die keine Emulatoren am PC nutzen wollen, aber dennoch ihr Lieblings-Japano-Spiel übersetzt zocken wollen. Für Leute, die ihre Spiele noch haben, aber keine funktionierende Konsole mehr. Für Leute, die alles auf einmal nachholen wollen.
Das Ganze funktioniert deshalb, weil Hardware Patente von Sega und Nintendo abgelaufen sind, die das Bauen solcher Geräte offiziell erlaubt. Deswegen gibt es ebenfalls noch keinen Retron6 mit N64 Slot. Somit kann man rein theoretisch kaputte Kontakte mit originaler Hardware reparieren. Genauso wie man originale Controller an das Gerät stecken kann, was wohl das Beste ist, weil der Hyperkin Controller wirklich schlecht ist und anscheinend auch schnell kaputt geht. Und der Part mit der Reparatur mit Originalteilen? Ich glaube bei den Preisen kann man sich gleich einen neuen Retron5 kaufen.

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Steckt man nun eine Cartridge in den dafür vorgesehenen Slot, sucht die Konsole automatisch nach dem Spiel, kann den Speicherstand importieren, wenn man möchte und ripped sich die Iso. Übrigens wurde bekannt, dass es bei dem Vorgang des kopierens zu Meldungen kam, dass Speicherstände korrumpiert oder einfach nur gelöscht wurden. Es kommt auf das Spiel und die Firmware an, aber ich persönlich würde empfehlen die Speicherstände da zu lassen, wo sie hingehören. Hat man Probleme mit dem Speichern benutzt man die Savestates. Zusätzlich kann man jetzt Cheats, Patches oder Hacks auf das Gerät laden. Inwieweit das funktioniert, ist mir unbekannt, da Cheats mich nicht interessieren. Aber wer mein „Tales of Phantasia V.S.“ (klick) Video gesehen hat, weiß, dass Language Patches funktionieren. Dabei sucht man sich nur den Ordner raus, in dem die „ips“ Datei liegt und wählt sie einfach aus. Fertig. Die Patches selber kann man zum Beispiel hier und hier finden.

Fazit

Ich habe ziemlich viel Geld in das Gerät und passende Spiele gesteckt. Mittlerweile besitze ich ein SNES und 17 SFC Spiele. Letztere mussten natürlich gepatched werden, was leider in vier Fällen nicht möglich war. Die vier Titel sind Aretha 2 – Ariel no Fushigi na Tabi, Dragon’s Earth, Final Fantasy – Mystik Quest (hier kann man zur Not eine eigene „.ips“ erstellen) und Heracles no Eikou 4 – Kamigami kara no Okurimono. Bei zwei Spielen konnte ich nur unfertige Übersetzungen finden. Das waren Fire Emblem – Seisen no Keifu und RPG Tsukuru – Super Dante. Soweit so gut. Bei vielen Retron5 Geräten kam es wie bereits erwähnt zu Problemen mit den Pins, da der SNES Schacht ziemlich eng verbaut wurde. Man kann, wenn man wirklich viel Pech hat den Schacht komplett unbrauchbar machen. die Lösung ist recht simpel, die Module nur von recht heraus ziehen, was ziemlich gut funktioniert. Ebenso werden nicht erkennbare Module (unknown cartridge) nach mehrmaligen einstecken plötzlich erkannt. 

Als Fazit kann ich sagen, dass dieses Gerät mein Herz erobert hat. Auch wenn immer als Hintergedanke in meinem Kopf ein großes Achtung schwebt, dass mich warnt wirklich vorsichtig zu sein, da der Preis verdammt happig ist und das Gerät sehr empfindlich. Wer so wie ich keine originalen Konsolen und Spiele besitzt, sollte es sich überlegen. Es gibt sogar die Wahl zwischen grau und schwarz. Jeder Andere bleibt bei seinen Originalen.

 

Jetzt stellt sich mir nur die Frage ob jemand auf einen Retro-Stream am 5.2. Bock hat.
Ja? Nein?

 

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#102 Pillars of Eternity – Ein Spiel das eigentlich alt ist

Und dann kam Licht

PillarsOfEternity 2015-08-06 20-12-30-26Ich bin jemand, der sehr gerne seltsame Spiele spielt, je seltsamer, umso besser. So hab ich mich vorwiegend im Bereich der Japano Spiele, besonders im Bereich der Japano Rollenspiele getummelt und andere Sachen haben mich nicht interessiert. Aber man kann sagen, ich war jung und unerfahren. Mit 18 gab es mein erstes extrem brutales Spiel, was auch gleich Mafia 2 war, wo einer meiner Lieblingscharaktere mit Hackbeilen zerstückelt wird. Richtig gelesen, zerstückelt, vor den Augen der Hauptprotagonisten. Ja ich gebe zu, dass war etwas verstörend. Geschadet hat es mir nur in der Hinsicht, dass das Interesse für andere Genres geweckt wurde. Besonders Horror und das westliche RPG Gefilde ist förmlich wie Licht am Horizont aufgetaucht. Ich habe Reihen wie Project Zero, Borderlands, Dark Souls und Co entdeckt, lieben gelernt. Deadly Premonition und D4 haben mich geistig zerstört, Guild Wars 2 hat mich als MMORPG gefesselt, ein Genre, was ich zuvor verachtet habe. Und erst letztens kam der Wunsch in mir auf, einmal die alten Generationen zu erleben, die ich altersbedingt verpasst habe. Weil man das heutzutage so einfach kann, bin ich ein riesiger Fan von der Virtual Console von Nintendo und gog.com. Ich sitze derzeit in einer Spirale aus alt, neu, krank, verkappt und gestört. Project Zero 5 ist mein Horror des Jahres 2015 und Xenoblade X wohl das JRPG schlechthin. Ja und jetzt sitze ich hier und tippe ein wenig vor mich hin, überlege, wie ich einen guten Übergang schaffen kann. Denn da gibt es ein Spiel, was wohl das beste Spiel des Jahres ist und mich seit Release fasziniert hat. So viele gute Dinge wurden und werden released, da fällt es schwer sich auf einen Sieger zu fixieren. Es kam aus dem nichts, jedenfalls aus meiner Sicht, weil Kickstarter in meiner Welt erst seit Bloodstained existiert. Deswegen war es wie eine göttliche Erscheinung. Einfach da und unglaublich. Es handelt sich natürlich um Pillars of Eternity von Obsidian Entertainment, eine Firma unter anderem bekannt für das SouthPark Spiel Stick of Truth, Dungeon Siege 3 oder Star Wars Knights of the Old Republic II: The Sith Lords. PoE selber wurde 2012 als Project Eternity angekündigt und knackte fast sofort die 4Mio$ auf Kickstarter. Es galt und gilt als DAS Zeichen, dass die klassischen RPGs in der Iso-Sicht noch genauso gefragt sind, wie früher. Der eingeschlagene Weg der Spieleindustrie wird komplett mit den Füßen getreten und es fühlt sich verdammt gut an.
Ich würde nur gerne wissen, wieso dieses Spiel mich so sehr anlächelt. So sehr, dass ich mir die Royal Edition gegönnt habe, welche einen UVP von 90€ hat. Denn eigentlich mag ich diese riesigen Abenteuer eher weniger, da sie Zeit und Lust fordern. Ersteres habe ich leider nicht wirklich und das Genre war bisher auch nicht so meins. Was ich aber liebe sind Geschichten, die einen fesseln und in sich aufnehmen. Warum versuchen wir es nicht einfach mal mit Einer?

Der Anfang eines Abenteuers

PillarsOfEternity 2015-08-06 20-35-38-84Hi, ich bin Bonnie Insg’sicht. Ich stamme von der in Vergessenheit geratenen Familie Insg’sicht aus den Bergen weit hinter Rauatai. Es gibt nicht viel, was uns nicht heilig ist. Ganz oben auf der Agenda stehen Familie, Loyalität und das Streben nach Wissen. Ich selber bin schon früh als Händlerin durch die Gegend gereist und habe viele mit meinem Gesang erfreut. Ja auch Zwerginnen können singen. Meist weit besser, als diese seltsamen Spitzohren. Aber man wird immer seltsam angeschaut. Irgendwann machte ich ein Geschäft am Fuße einer mächtigen Stadt auf, doch man sorgte dafür, dass dies nicht lange gut ging. Neid war schon immer eine Krankheit unter den Menschen. Ich kehrte zurück in unser Dorf, als man mich in den Ruin trieb.
Wo es liegt, werde ich nicht verraten, denn es ist verboten an den genauen Standort auch nur zu denken. Dort liegt unser unendliches Wissen, gesammelt in Jahrhunderten. Beschafft aus den unterschiedlichsten Orten der Welt. Wir sind ein reisefreudiges Volk und waren früher recht gut bekannt. Unser Name ging einst in die Legenden ein, als mein Ur-Ur-Großvater in den Himmel flog und mit diesem Wissen zurückkehrte, aus denen wir die mächtigsten Waffen der Zeit erschufen. So viele Wesen trachten nach der Macht, dass wir uns schworen nie ein Wort darüber zu verlieren. Mittlerweile wird es als Sage abgetan und es ertönt ein Lachen aus den Kehlen, wenn ich meinen Namen nenne. Und ich glaube das ist auch gut so. Die Zeiten waren hart, aber am Ende haben wir jeder Gefahr getrotzt. Einer der letzten lebenden Beweise ist meine treue Begleiterin Minze.

PillarsOfEternity 2015-08-06 20-47-44-03Sie ist ein Ferkel, welches von der Sau, die mit meinem Ur-Ur-Großvater erschien, geboren wurde. Alle Abkömmlinge sind Teil unserer Familie und werden gehegt und gepflegt. Leider verstehen wir ihre Sprache nicht besonders gut, was es erschwert zu verstehen, wer oder was sie sind. An jeder Vollmond-Nacht hört man ein sonores Brummen und jedes dieser wunderschönen Kreaturen versammelt sich auf den höchsten Berg und blickt in Richtung Mond. Man verspürt das starke Verlangen in den Himmel zu steigen und an jenen fernen Ort zu reisen, den unser Vorfahr bereits besuchte. Aber wie? Es existiert in unserer Bibliothek keine Aufzeichnung, wie mein Ur-Ur-Großvater es schaffte den Himmel zu durchbrechen. Manche fangen ebenfalls an zu glauben, dass die Geschichten erfunden und als Mahnung an die Kinder weitergegeben wurden. Dennoch, es gibt auf jede Frage eine Antwort, so lehrte man es uns. Deswegen habe ich mich mit Minze auf den Weg gemacht, um etwas in Erfahrung zu bringen. Bis zu dem Tag, als ich erkrankte.

Logbuch

Ich schreibe dies auf, weil ich keine Hoffnung mehr habe das Alles zu überleben. Einheimische haben unser Lager überfallen und fast Jeden ermordet, ich konnte den Führer Heodan retten und mit meiner Begleitung Calisca und ihm in eine Höhle flüchten. Dort gab es Fallen und Gegner, die ein Weiterreisen fast unmöglich machten. Wir schafften es nur mühsam vorbei und am Ende der Höhle, als wir im Freien standen war da dieser Turm, der in den Himmel ragte. Dort wiegten sich vermummte Gestalten, die von Königinnen und Ehre sprachen. Ihre Seelen betrieben dieses Gerät und ich fand mich kurzzeitig in einer anderen Welt wieder. Ich höre jetzt Stimmen und meine Begleiter sind tot. Nur Minze hat überlebt. Ich fühle mich schlecht und sehe Dinge. Was soll ich tun?
2015-08-06_00002Ich habe mich Richtung Goldtal geschleppt. Es wird immer schlimmer. Goldtal, klingt goldig was? In der Mitte der Stadt steht ein Baum, an dem Leichen hängen und ich wurde von einem Typen begrüßt, der von Hohlgeborenen redete. Was auch immer das ist, eins steht fest, diese Stadt ist keineswegs goldig.
Überall gibt es Ärger. Vor der Schenke fand ich einen Elf, dem ich das Leben rettete, jetzt begleitet er mich. Ebenso wie eine Waldläuferin mit ihrem Wolf. Sie meinte ich rieche nach Ärger und bei den Steinen der Weisheit, sie hat sicher Recht.
Ich hab mich schlafen gelegt und schon wieder diese seltsamen Visionen gehabt. Diese Maschine hat irgendwas mit mir gemacht. Ich kann Erinnerungen der Leute betreten und Vergangenes anschauen. Ich habe von vielen Vorfällen mit Seelen gelesen, aber sowas war nicht darunter. Diesmal hat mich die Leiche der Beseelerin angesprungen. Ich hoffe der Spuk hört bald auf. Ich muss jemanden finden, der mir helfen kann.

PillarsOfEternity 2015-08-07 17-10-23-52Heute hat sich ein Priester unserer Gruppe angeschlossen. Er ist stumm und ein Göttlicher. Diese Rasse ist so mysteriös, wie ihr Name vermuten lässt. Ich versuche etwas mehr über ihn herauszufinden.
Wir sind in den zerstörten Tempel hinab und fanden Skelette von gestorbenen Priestern. Anscheinend wurden sie dort lebendig eingeschlossen. Widerlich.
Wieder draußen habe ich die Zwergin aus meiner Vision am Baum entdeckt. Ich konnte mit ihr reden. Obwohl sie eindeutig tot war, aber da hing sie und erzählte mir etwas von schweren Seelen, die viel erlebt haben, Wächter, Maerwald. Ist das das ultimative Wissen? Hat das unser Ur-Ur-Großvater erlebt?
Achja, unter dem Baum stand Edér. Ein trauriger Mensch, wenn man mich fragt. Wartete auf den Moment erhängt zu werden, wie zuvor sein Hauptmann. Ich konnte ihn irgendwie überreden nicht alles hinzuwerfen. Mit ihm reisen wir jetzt weiter.
Unser eigentliches Ziel ist ja dieser Maerwald, doch jetzt haben wir uns Richtung Süden aufgemacht und dort schon wieder jemanden gefunden. Der Priester ist ein riesiger Spinner, redet von Huren, Mord sei Gnade und Prüfungen. Seine Sprache ist wie sein Äußeres nicht ansehnlich. Warum habe ich mich nur überreden lassen ihn mitzunehmen.

PillarsOfEternity 2015-08-07 19-05-58-89Beim Kompass lebt eine Heilerin mit einem Xaurip. Ich dachte bisher immer, dass diese Wesen gegen dem Streben nach Wissen leben. Doch dieses Exemplar führt Aufträge aus, zeigt Gefühle und interagiert. Sehr faszinierend.
Wenn es möglich ist, kehre ich an diesen Ort zurück und studieren dieses Wesen.

PillarsOfEternity 2015-08-07 19-54-29-93Auf dem Weg zu Maerwald sind wir durch eine Landschaft gewandert, die von toten Knochen alter Echsen geprägt wurden. Es scheint fast, als wären es einmal Drachen gewesen, aber wieso liegen ihre Skelette hier?

PillarsOfEternity 2015-08-10 19-11-18-28Wir haben Maerwald besessen von Seelensplittern seiner Vergangenheit gefunden. Und er konnte mir viele Fragen beantworten. So kann der bleiernde Schlüssel meine Verwandlung wahrscheinlich rückgängig machen.
Ich dagegen kann nicht ändern, dass wir ihn töteten. Eine alte Erinnerung übernahm die Kontrolle und griff uns an. Nach seinem Tod fühlte sich alles etwas anders an. Ich habe ihn auf irgendeine Art auf ewig mit der Feste verbunden.

PillarsOfEternity 2015-08-10 19-28-42-38Nachdem wir wieder oben beim Thron angekommen waren, erzählte sie uns (ja der Thron spricht), dass ich nun hier die Herrin sei und ich nach belieben mit den Mauern machen kann, was ich will. Ich wollte mich eigentlich nicht in diesem Land niederlassen, aber nun bin ich hier. So schlimm ist es nicht, sie haben eine große Bibliothek.
Unterwegs Richtung Trutzbucht haben wir Sagani getroffen, die einen mächtigen wiedergeborenen Krieger sucht und einen Fuchs in Begleitung hat. Ich konnte in ihrer kleinen Figur, die sie bei sich trug eine Klippe erkennen. Mehr war leider nicht zu sehen. Ich habe sie überredet mit uns zu kommen, da sie einsam wirkte. Leider hat uns im gleichen Atemzug unsere andere Jägerin verlassen. Sie sagte, dass sie in der Bibliothek der Feste einige Bücher studieren möchte.

PillarsOfEternity 2015-08-19 20-36-52-27Es hat mich wie einen Schlag getroffen. Durance hat als einer der Zwölf am Götterhammer gearbeitet. Die Waffe, die einst einen Gott ermordete. Das erklärt seine Verletzungen, aber freiwillig hätte er es nie erwähnt. Wir haben in den Katakomben von Kupferweg übernachtet, als ich eine Vision hatte. Von ihm. Wie er die Waffe einsetzte.
In eben diesen Katakomben haben wir eine Akolythin gefunden, die mir Visionen zeigte….ich bin nicht ganz sicher wo sie stattfanden, aber ich weiß, dass es meine Bestimmung ist. Doch bevor ich irgendwie diese Orte erreiche, muss ich die vielen Aufgaben lösen, die hier auf mich warten.
Und hier in der Stadt gibt es viel zu tun…

Wir haben die Schmelztiegelritter unterstützt. Ihr Plan gefällt mir nicht, doch scheinen sie die Personen vor Ort zu sein, die über das größte Wissen verfügen. Es sind mindestens 7 Tage vergangen und das Auftreten der seltsamen Phänomene hat sich nicht gebessert.
Ich sehe Dinge. Ich spüre Dinge, die aus keinem Universum zu stammen scheinen. Ist das der Ort, von dem er zurückkehrte?

Wo ich auch hingehe, es ist unglaublich

Derzeit habe ich über 40 Stunden auf der Uhr und erst Akt 2 des Spiels erreicht. Von 5 Akten insgesamt. Ich kann nicht aufhören. Ich will auch nicht aufhören. Denn was hier programmiert wurde, kommt dem perfekten Spiel ganz nahe. Es gibt hier und dort einige Bugs und Übersetzungen sind falsch, aber wenn man bedenkt, dass man hier ein Mammutspiel vor Augen hat, kommt es einem recht trivial vor. Wie verbuggt war die Fallout oder Elder Scrolls Reihe ? Dagegen ist das ein kleines Lächeln wert.
Mittlerweile kam ein Patch raus, der einiges am Spiel verbessert hat. Es wurden Anzeigen hinzugefügt oder entfernt, Leute, die man ausnimmt, sind endlich nackt und KI Skripte haben den Weg ins Spiel gefunden. Alles was man tut, liegt in der eigenen Hand. Jederzeit kann man dahin gehen, wo man möchte. Egal welches Level man besitzt, mit der richtigen Taktik, kann man auch die größten Gegner besiegen und das liebe ich an dem Spiel. Es zählt nur der eigene Skill und wenn man die Story genießen möchte, dann gibt es die Möglichkeit auf „leicht“ zu spielen. Obsidian Entertainment ermutigt sogar es ohne Gefährten zu beenden. Es warten Trophäen, die für jeden schwierigen Schwierigkeitsgrad existieren. Oder man geht in den schwersten Dungeon des Spiels. Alles kein Thema.
Das Einzige, was ich an diesem Spiel nicht mag, ist, dass die Kämpfer Klassen nicht ausführlich erklärt werden. Hat man keine Ahnung, was die Leute können oder machen, kann man keine Kämpfe gewinnen. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich dran. Es ist eh eine riesige Welt der Ungewissheit.
Würde ich dieses Spiel weiterempfehlen? Ja. Wem? Leuten, die schon einmal Spiele, wie Diablo oder Baldurs Gate gezockt haben und nicht aufhören konnten. Es ist und bleibt ein klassisches Spielprinzip, dass gemischt mit einem leicht modernen Stil absolut nicht das ist, was man in der heutigen Zeit normalerweise zockt. Es ist ein klassisches altes RPG und nicht leicht zu meistern. Man braucht viel Zeit, Geduld und Lust zum Lesen, weil das ist das, was man die meiste Zeit tut. Ja, es gibt Sprachausgabe, aber die Gespräche sind nicht die Zahnräder der Geschichte. Sie überbrücken zu den Büchern, die man findet, Texten, die eilig auf Zettel gekrakelt wurden und mittendrin stehst du. Und du kannst reagieren, wie DU es willst. Wenn du ein aggressiver Orleaner bist? Dann bist du es. In Pillars of Eternity kannst du deine eigene Geschichte schreiben.
Man merkt, dass ich das Spiel liebe oder?

 

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Tales of Xillia 2 Ludger Kresnik Collectors Edition

Ohje, das hab ich vergessen

Ich glaube, dass es viel über eine Serie aussagt, wenn man seit der Kindheit von den Spielen schwärmt und fast jeden Teil besitzt, man Fortsetzungen entgegen fiebert. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere Leser noch an den Text zu Tales of Xillia. Ein Teil, auf den ich ehrlich gesagt lange wartete und mir auch viel davon erhoffte, weil es als eine Neuentwicklung und kein Reboot oder Remake angekündigt wurde. Dass am Ende das einzige Gute die Story war, enttäuschte etwas. Gerade weil sie unglaublich viel Zeit braucht um in fahrt zu kommen.
Jetzt stand der Release zum zweiten Teil an und mal wieder konnte ich nicht widerstehen die Collectors Edition zu kaufen. Oder wie sie in dem Fall hieß »Ludger Kresnik Collectors Edition«. Angeblich ist das der Hauptprotagonist, aber ich kenne weder die Geschichte noch die Charaktere, also könnte da auch Hans Wurst stehen.
Es ist sicherlich zu erkennen, dass ich nicht mehr so extrem begeistert von der Reihe spreche. Wenn ich ehrlich sein soll, mache ich mir Sorgen. Ob es besser wird, ob es schlechter und ob ich wissen will wie es wird weiß ich nicht. Da kam es doch recht passend, dass ich mich beim Bestellen verklickte und meine alte Adresse angab. Ankommen wird es, nur eben nicht am Release-Tag.
Das gibt mir auch die Zeit den ersten Teil zu beenden, was ich noch nicht getan habe. Bisher hielt mich mein innerer Schweinehund davon ab, doch mittlerweile ist ebenfalls mein gesunder Menschenverstand gut dabei. Viele Stellen in Tales of Xillia haben mich an den Rand des Wahnsinns getrieben. Manche Bosskämpfe sind schlichtweg unfair. Das Kombo-System hilft nicht. Es ist eine Katastrophe und ich rede hier von einem JRPG, also einem Genre, in dem das Kampfsystem eine tragende Rolle spielt. Anfänglich ist es egal, wie man sich schlägt, da die meisten Teammitglieder die Gegner im Gewusel zielsicher ins Jenseits befördern. Spielt man aber Milla so wie ich und kommt an die eine Stelle, an der ich Monate hing, ist Schicht im Schacht.
An dem Punkt gehörte der Schwierigkeitsgrad »einfach« und die Blockhilfe zum Standard.
Was erwartet man vom Nachfolger, wenn es unmöglich scheint, den Vorgänger zu beenden?
Meine Antwort darauf ist einfach. Ich lasse mich überraschen und hoffe auf nichts. Hat bisher immer geholfen.

Es ist da und was mache ich damit?

Bevor ich mit den Einzelheiten anfange, folgt eine Klarstellung. Ich habe das Spiel nicht zum Releasetag erhalten und auch nach der Ankunft nur hin und wieder gespielt. Mein derzeitiger Fortschritt ist also eher gering, dennoch gibt es schon jetzt Dinge, die angemerkt werden können. Deshalb entschuldige ich mich für etwaige Annahme oder Behauptungen, die sich im späteren Verlauf nicht bewahrheiten.
Das Paket hatte größere Ausmaße als die Milla Collectors Edition vom Vorgänger. Der Inhalt ist ebenso reichhaltiger. Es sind ein Taschenspiegel im Uhrdesign, ein Hardcover Artbook, das Steelbook mit CD und OST Selection und die Figur enthalten. Die Qualität ist dem Preis entsprechend, wobei der Handspiegel aus Metall ist und schwer in der Hand liegt. Ich habe ein Stück Plastik und Folie erwartet, anstatt echtem Glas.
Der Ständer von Ludger ist der Gleiche, wie von Milla. Ansonsten unterscheiden Beide sich im Gewicht und der Qualität. Ludger hat bei näherer Betrachtung, anders als im Video erwähnt, massive Farbfehler und an der Krawatte löst sich die Farbe. Dies kann ein Einzelfall sein, nimmt man aber die Milla Maxwell Figur aus dem vorletzten Jahr, so scheint diese ältere Figur aus dem gleichen Werk qualitativ hochwertiger.
Es ist schwer zu bestimmen, ob die Collectors Edition sein Geld wert ist, vergleiche ich sie aber mit dem, was mir bei Guild Wars 2 geboten wurde, ist diese hier eine Enttäuschung.

Der Hauptcharakter spricht nicht

Ich bin ein wenig sauer. Das ist nicht der beste Start für ein Spiel, aber ich fange mal von Vorn an.
Das Spiel beginnt sofort im Kampf mit dem eigenen Bruder. Die Hauptperson steht also von Anfang an fest. Er heißt Ludger Will Kresnik, hat einen älteren Bruder, welcher hoch angesehen und Agent bei der Spirius AG ist und er kann nicht sprechen. Richtig gelesen! NICHT SPRECHEN ER KANN!!
Naja ein paar Wörter natürlich schon, aber ganze Sätze bekommt er nicht heraus. Die Zeit und Mühe haben die Entwickler sich gespart, hätte auch viel zu viel gefressen, da das Spiel auf einem Entscheidungssystem beruht. Jede der Antwortmöglichkeiten zu vertonen wäre am Ende teurer gekommen, als die stumme Variante, welche hier zu finden ist.
Wie viel die Auswahl zwischen zwei Entscheidungen in den einzelnen Gesprächen ausmachen, ist fraglich, da in vielen Fällen der nachfolgende Satz auf Beides gepasst hätte. Dennoch erlaubt es uns wichtig erscheinen zu lassen, als könnten wir das Geschehen beeinflussen. Die zwei Möglichkeiten umfassen in seltenen Fällen eine extrem absurde und eine rein logische Entscheidung. Eine Abwechslung zu den überwiegend normal und eher 08/15 gehaltenen Beschlüssen.

Die Geschichte lässt sich leicht verstehen, auch ohne den Vorgänger zu kennen. Was nicht bedeutet, dass es an Anspielungen mangelt. Für alle Gamer ohne den Vorgänger gibt es eine interne Enzyklopädie, die sich nach und nach mit Informationen füllt. Ansonsten ist an der Stelle nur noch zu erwähnen, dass alle Charaktere aus dem Vorgänger wieder vorzufinden sind.
Aber apropos ältere Teile. Ich besitze Tales of Graces f, Tales of Xillia und habe dadurch Boni in Form von Puppen zum Befestigen an den Charakteren erhalten. Diese kann man wie im Vorgänger bei der Ausrüstung anlegen. Ob Tales of Symphonia einen Bonus bringt weiß ich leider nicht, könnte es mir aber gut vorstellen.
Passend gab es wieder DLCs als Vorbestellerbonus. Diese beinhalteten vier Kostüme. Die Sache ist nur, dass es nicht einfache Kostüme sind. Wird eine Kleidung getragen, spielt automatisch die Kampfmusik des Spiels, aus dem die Person stammt. In diesem Fall sind es Tales of Symphonia: Dawn of the New World, Tales of Graces f, Tales of Phantasia und Tales of Vesperia. Drauf gestoßen bin ich durch einen Zufall. Da Tales of Symphonia immer noch mein Lieblingsteil ist, Ludger gerade das Kostüm von Emil aus dem Nachfolger trug und das Objektmenü im Kampf geöffnet war, konnte die Musik deutlich zu vernehmen sein und kam mir verdächtig bekannt vor. Des weiteren habe ich es einmal geschafft einen anderen Song zu triggern, als Jyde Yuris Kostüm anhatte. Diesen zu identifizieren war leider nicht möglich.

Es gibt einige Verbesserungen zum Vorgänger, welche auffälliger Natur sind und einige Verschlechterungen. Natürlich beruht auch das auf meinem persönlichen Empfinden.
Auffällt, das viele Dinge (eigentlich fast ALLES) recycelt wurden. Die Grafik hat in den zwei Jahren keinen direkten Schritt nach vorne getan, dennoch wirken die Animationen der Charaktere viel weicher und nicht mehr so abgehackt. Die Weltkartengegner haben alle noch ihre gleichen Modelle und machen auch noch die gleichen Geräusche.
Das Artes Massaker vom letzten Teil wurde zum Glück behoben. Der verbundene Modus mit den Verbund-Artes ist noch erhalten geblieben, hinzu kam der Waffenwechsel von Ludger. Nach einiger Spielzeit erhält er zwei Pistolen, die sich anders, als seine Kurzschwerter handhaben. Genauso muss man jetzt aufpassen, mit wem man sich verbindet, da bestimmte Charaktere Affinitäten zu den Schuss- oder Handwaffen besitzen. Das es nicht nur bei den Pistolen bleibt, hat mich persönlich positiv überrascht. Was da noch so kommt, verrate ich aber nicht.
Genauso erhalten geblieben sind die Fertigkeiten, die sich jetzt mit dem Töten bestimmter Monster erhöhen lassen. Des weiteren ist es mit dem Drücken von L1 und X möglich einen Aufwärtshaken oder Seitenschritte zu vollziehen. Gegner sind anfälliger für kritische Treffer, wenn Angriffe auf den Rücken vollzogen werden.

Die Lilliumkugeln wurden durch Alliumkugeln ersetzt und funktionieren wie Skilltrees, dessen freigeschalteten Elemente aber auch nach dem Wechsel vorhanden bleiben.
Was gleich geblieben ist, sind die erst nach und nach in die Karte geladenen Modelle. Nur fällt es hier massiver auf, da die Städte viel belebter sind. Es gilt also wieder, nicht zu genau hinschauen. Wobei das nur am Rande zu raten ist, weil durch dieses Verfahren viele wichtige Personen übersehen werden könnten. NPC’s mit einem rosa Gesicht über dem Kopf geben einem wichtige Hinweise auf Ressourcen oder Gegner, die nicht ignoriert werden sollten. Genauso gibt es jetzt auch ein wiederspielbares Tutorial.
Geändert hat sich das Questsystem. Im Laufe des Spiel wird man mit 20 Millionen Gald Schulden beladen, welche auch zurückgezahlt werden müssen. In bestimmten Geldschritten muss man zwangsweise einzahlen. Überweisungen auf freiwilliger Basis sind außerdem möglich und ersparen das auftauchen von Nova, was den Spielfluss unterbricht. Ihre Sprüche lockern das Ganze zum Glück auf.
Hat man eine bestimmte Menge an Gald zurückgezahlt, erhält man Geschenke. Das Gleiche gilt für den Anstieg der Freundschaft zwischen Ludger und den einzelnen Charakteren.
Und wenn wir gerade bei Freundschaften sind, findet sich beim Aufenthalt in einer Stadt ein rotes Ausrufezeichen auf der Karte, handelt es sich dabei um eine personenbezogene Sidequest. In dieser können Ludger und die entsprechendne Personen nicht ausgetauscht werden. das Abschließen bringt zusätzliche Szenen bei Gesprächen, was auffällig gekennzeichnet wird.
Um das Geld aufzutreiben kann man an Questschaltern Quests annehmen oder Monsterjagten starten. Annehmbar sind gleichzeitig fünft Aufträge. Besitzt man genug Materialien für eine Aufgabe, kann man diese auch sofort abgeben. Als Belohnungen erhält man Kostüme, Accessoires oder Gald und Punkte. Letztere werden verwendet um den Rang der Abzeichen zu erhöhen, was wiederum lohnendere Quests freischaltet.
Eine Hauptnebenquest wird im frühen Spielverlauf durch Frau Kitty Catt eingeführt. Ihre 100 Katzen sind entkommen und müssen vom Spieler eingesammelt werden. Befinden sich Tiere vor Ort hört man ein Miauen. Die gefundenen Katzen kann man dann über den Katzenkurier losschicken um in Gebieten für Sidequests Gegenstände zu suchen. Der Tag, an dem man Tales of Xillia 2 spielt, führt zu bestimmten Boni. So können beispielsweise am Montag zwei mal mehr Objekte gefunden werden. Zusätzliches Katzenfutter verkürzt wiederum die Wartezeit.
Beim Ausschwärmen können außerdem Katzen entdeckt werden, welche wiederum den Katzenkurier aufwerten. In der Wohnung der Besitzerin und im Menü können alle Katzen mit Ausnahme von Rollo eingesehen werden.
Rollo ist übrigens mein persönliches Highlight im Spiel.Egal wo sie ist und was sie miaut, die Katze ist verdammt süß.

Frei von der Leber weg

Ich habe nichts zur Geschichte gesagt oder? Das liegt wohl daran, dass es nichts außergewöhnliches dazu zu erklären gibt.
Ludger trifft ein Mädchen mit der gleichen Taschenuhr, wie sein Bruder und dann Jyde. Nach und nach stoßen die alten Charaktere zu dem Trio und ein kleines Chaos entsteht. Hier und da werden andere Dimensionen, ein legendäres Land, Verrat und ein legendärer Speer eingeworfen.
Ob das gefällt, ist jedem selber überlassen.

Es ist unverkennbar, dass die Tales of Spiele sich im Laufe der Jahre verändert haben. Vielleicht liegt das an immer fauler werdenden Zockern oder an der Einstellung von Bandai Namco, ich weiß es nicht. Was ich aber weiß ist, dass ich nicht unbedingt traurig darüber bin. Über Musik lässt sich streiten und der irgendwie an Final Fantasy 13 erinnernde Schritt in Richtung des Jazz zeugt von Entschlossenheit. Kleinigkeiten hier und da verändern das Erlebnis und jeder auch nur so kleine Schritt entfernt die Reihe vom Original. Ein ToS ist noch nie weiter von einem neuen Teil abgeschieden, wie heute. Schlecht ist das nicht.
Schwer stoßen mir die so schnell nacheinander eingeworfenen Charaktere aus dem Vorgänger auf. An manchen Stellen wirkt es extrem gezwungen und etwas unrealistisch, was ein Teil der Story sein könnte. An meinem jetzigen Zeitpunkt kann ich Tales of Xillia 2 bedenkenlos spielen. Es ist zweifelsfrei eine Kombination aus vielem Bekannten, dennoch besitzt es auch weiterhin den Charme der Serie.
Ich bin die Letzte die schreit, wenn es um Veränderungen geht.

Die schwierige Frage ist aber, ob es etwas für dich sein könnte.
Ich weiß es nicht. Es kommt immer auf persönliche Vorlieben an, sowie welche Erfahrungen bereits gesammelt wurden. Ein Final Fantasy Fan muss nicht zwangsweise auf die Tales of Reihe stehen, kann aber dennoch beide Reihen ins Herz geschlossen haben. Wenn du ein JRPG Freund bist, würde ich erst recht empfehlen meine oder Videos von anderen YouTubern zu schauen. Dieses Vorgehen hat mir schon einige Entscheidungen abgenommen.
Es wird mal wieder unvoreingenommen über eine Stunde des Anfangs gespielt. Das Auspacken ist in der Aufnahme etwas verwackelt, weil ich keine feste Unterlage hatte.
Beim Schneiden ist mir selber davon übel geworden, so sehr schaukelt das Bild, aber das kann man ja auch getrost überspringen.

Ansonsten bedanke ich mich an der Stelle fürs Lesen und wir sehen uns hoffentlich bald wieder.

Deine Cindy
^-^7 ahoi

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Fazit

Sound: Endlich eine neue Stilrichtung. Jazz, Elektro und die klassischen Tales of Sounds gemischt. Gefällt mir.

Grafik: Kein Unterschied zu ToX, nicht gut, aber auch nicht schlecht. Wie immer gilt, einfach nicht zu genau hinschauen.

Altersfreigabe: 12? Eigentlich recht brutal dafür. In der ersten Stunde kommen sicherlich 100 Leute um.

Story: Stummer Junge bekommt Schulden aufgedrückt und will mit einem unbekannten Mädchen ins legendäre Canaan. Und dann gibt es da noch diese komische Uhr.

Momente des Glücks: Die ganzen Katzennebenmissionen und Möglichkeiten <3

Charaktere: Rollo, es gibt nichts herrlicheres, als die Katze im Hintergrund zu beobachten.

Preis: Tales of Xillia 2 Collectors Edition kostete zum Release 99€.

Fazit: So gesehen braucht man den Vorgänger nicht um alles zu verstehen, wäre aber vielleicht besser. Ansonsten wie immer für Tales of Fans, für Einsteiger vielleicht besser geeignet, als ToX, aber nicht so gut wie ToS.

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Videos

Tales of Xillia 2 Teil 1
Tales of Xillia 2 Teil 2
Tales of Xillia 2 Teil 3
Tales of Xillia 2 Teil ungeschnitten
Tales of Xillia 2 Fazit

 

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#95 Dark Souls 2 hat mich begrochen

Choose your DESTINY!

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Ich mag keine Spiele, die mich unter Druck setzen. Eigentlich mag ich auch keine Herausforderungen. Ich bin jemand, der unglaublich faul ist und am Liebsten wäre mir ein Spiel, was mir ALLES vorsetzt und genauestens erklärt, was ich zu tun habe.
Das liegt daran, dass ich es nicht anders kenne. Ich kenne keine bösen oder fiesen Spiele, die dir nichts sagen oder dir kein Tutorial geben. Wobei das eigentlich auch nicht stimmt. Es gibt da ein oder zwei Spiele in meinem Besitz aus der GameCube Zeit, die in etwa genauso fies sind, wie Dark Souls 2, aber auf einer anderen Ebene. Vielleicht werde ich eines Tages noch darüber reden, aber selbst nach 10 Jahren, komme ich nicht darüber hinweg, dass ein Hobbit Spiel mich zur Verzweiflung gebracht hat.
Jedenfalls bin ich kein Freund von Zeitdruck oder Spielen, in denen man sich den Weg verbauen kann. Da fragt man sich doch:“Cindy du olle Bitch, wieso zum verkeilt Bandwagon, hast du es dir dann gekauft?“
Ehrliche Antwort? Weil man es nicht alleine spielen muss. Wenn ich alleine durch diese Hölle müsste, würde ich es nicht schaffen. Aber es gibt ein nettes Rufsystem, was eine Menge Spaß macht, wenn man akzeptiert etwas warten zu müssen. Nur die Kommunikation über Gesten ist etwas schwierig.

2014-04-26_00015

Ich habe Let’s Plays von beiden Vorgängern gesehen und mir gedacht, dass es doch lustig wäre mein „Wissen“ mal auszutesten. Vorsichtshalber hab ich die Version mit dem OST gekauft, damit es nicht ganz ein Reinfall ist, wenn ich das Spiel nicht auf die Reihe bekomme. Mal abgesehen davon, dass ich die CD nicht rippen kann, ist es ein Gesamt-OST, was heutzutage mehr als selten ist. Also ist es schon mal kein kompletter Fehlkauf.
Ich hab mir auch überlegt ein [Post-Cindy-Konsole] Beitrag dazu zu machen, weil ich finde, dass es sehenswert ist, wie ich maßlos überfordert, durch diese Welt stapfe. Stapfen ist jetzt nicht wörtlich zu nehmen, weil ich eher vorsichtig bin, wenn es um Gegner geht. Ich schleiche um die Ecke. Am Ende war es übrigens wie erwartet ein riesiger Fail, auch wenn ich nicht gestorben bin. Aber das kannst du dir ja wie immer in den Videos anschauen.
Normalerweise ist ein [Post-Cindy-Konsole] Beitrag ja eine mehr oder weniger rezensionsartige Textpassage mit meinen Erfahrungen und der Steuerung und blabla, aber ich muss gestehen, dass ich nach über sechs Stunden Spielzeit immer noch genauso verwirrt bin, wie am Anfang. So viele Statuswerte, so viele Variablen, so viele Gegner, so wenig Ahnung. Deswegen habe ich entschieden es eher bloggig zu gestalten und am Ende nur das Fazit und die Videos stehen zulassen.

2014-04-26_00013

Gegner kann man übrigens hören. Mit einem netten 7.1 Headset, wie ich es habe, ginge das noch besser und wäre ein Garant dafür nicht mehr überrascht zu werden, wäre da nicht die Tatsache, dass die Entwickler anscheinend Schall-/Soundblocker eingesetzt haben. Man hört Gegner in steinigen Gebieten früher und in offenen Bereichen so gut wie nie, auch wenn man sie sieht. Ganz fies wird es, wenn sie stehen, dann hört man nämlich nichts, keinen Hauch, kein Stück. So kam es mir bisher jedenfalls vor. Plus es gibt da diese ekelhaft lauten Grasgeräusche, die auch mal andere Sounds überdecken.
Um das Problem mit dem „nicht hören“ umgehen zu können, gibt es einen Ring, den man bei einer Katze kaufen kann. Damit hört man angeblich die „Stimmen“ der Gegner, was auch immer mit Stimmen gemeint ist Wenn ich das richtig interpretiere, dann hört man sie „nur“ reden. Vielleicht sagen sie ja was lustiges. Ich weiß nicht, ob sich das lohnt. Vielleicht hört man ja Geheimnisse.
Hören hört HÖRE!
Dieses Spiel macht mich noch hellhörig.

Ich glaube es gibt für Alles einen Ring oder eine Rüstung oder ein Schwert oder einen Schlüssel. Ich glaube auch langsam, dass man zu jedem kaufbaren Stück einen droppbaren Konterpart hat. Und wenn man es nicht droppen lassen kann, dann gibt es eben eine gut versteckte Schatztruhe.
Aber ich kann es bisher nur an zwei einmaligen Gegenständen festmachen, die ich gefunden habe, aber auch hätte für Seelen kaufen können.

Wie man in den Videos sehen wird, ist die Controller-Steuerung etwas anstrengend. Im Englischen würde man wohl „stiff“ sagen, was nebenbei bemerkt ein echt gutes Wortspiel ist. Gerade das Springen hat mir schon einige Seelen gekostet. Und leider kann man das auch nicht auf andere Knöpfe umlegen und auf die Tastatur möchte ich nicht umsteigen. Das wäre ein noch viel größerer Alptraum.
Mit der ekelhaften Bewegungssteuerung, die unglaublich hart und unempfindlich ist, kommt noch die für mich viel zu nahe Kamera hinzu. Ich bin es durch Guild Wars 2 gewohnt, dass ich rein- und rauszoomen, sich sofort umdrehen kann und automatisch den Gegner beim Angriff anvisiert. Das hat man hier natürlich nicht. Dafür ist es aber auch egal, wenn man mit einem Fuß im Abgrund steht. Wäre ja noch besser, wenn man herunterfallen würde, nur weil ein Fitzel deines Fußes im Tod steht.
Wenn es ums Sterben geht, bin ich bisher recht gut davon gekommen. Manchmal war es etwas fragwürdig, ob ich überhaupt getroffen wurde. Gerade wenn man als Phantom mit Anderen durch die Gegend läuft, kann es schon mal passieren, dass man getroffen wird, obwohl der Gegner ganz woanders steht, was aber am Serverlag liegt. Daran kann man sich schnell gewöhnen.
Ich persönlich bevorzuge es mit gezogenen Schild durch die Gegend zu schleichen, um Überraschungen zu minimieren.

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Die Musik ist unglaublich dezent. Das finde ich entspannend. Gerade in dunkleren Gebieten, die dank meines Monitors uneinsehbar sind, ist das praktischer. Man hört so schön die Gegner laufen und stöhnen, wenn sie mal laufen. Diese Drecksviecher sehen mich sowieso schon eher, als ich sie sehe. Das alleine ist schon ziemlich unfair.
Kommt man dann in ein Bossgebiet, explodieren einem die Ohren. Bei allen heiligen Katzen der Erde, beim ersten echten Boss, hab ich mich so sehr vor der Musik erschrocken, dass das Viech mich einfach zertrampelt hat. Dieser letzte Riese war generell unangenehm, aber das kann man wohl von allen Bossen behaupten.
Da bin ich schon froh, dass in Majula nicht so viel böses herum geistert. Aber diese Schweinchen, die einfach mal aus der Gasse heraus gehuscht kamen! Was habe ich mich erschrocken! MAL WIEDER! Und jedes Mal drücke ich aus Versehen auf die falschen Knöpfe. Entweder greife ich dann unanvisiert eine Wand an, was dazu führt, dass ich von Hinten malträtiert werde oder ich renne in noch mehr Gegnermassen.
Ich bin einfach zu schreckhaft für das Spiel.

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Waffen können übrigens kaputt gehen. Sie haben eine Leiste, die mit jedem Schlag oder Hieb sinkt. Die Reparatur kostet Seelen oder Reparaturpulver. Das erinnert mich ein wenig an Monster Hunter, wobei ich ansonsten eher das Gefühl hatte das Spiel mit Guild Wars 2 vergleichen zu wollen. Das hört man auch deutlich in den Videos. Das Schlimme ist ja, dass ich jetzt zwei Spiele habe, die ich suchten und mit Freunden spielen kann, wobei Dark Souls 2 einem das Leben schwerer machen kann. Nicht nur, dass die Gegner echt fiese Ärsche sind, nein auch das Finden ist nervenaufreibend. Warum kann man nicht einfach über die Steam Freundesliste gehen? Aber gut dass es diesen netten Ring von der Katzenlady gibt, die nur am Rande gesagt, mein bisheriges Highlight ist. Sie und die Händler-Omi um genau zu sein. Das Spiel hat einfach einen epischen Humor.
Mit diesem Ring kann man sich einer Gottheit anschließen und so, wenn der Freund die gleiche Gottheit hat, ihn leichter finden. Funktioniert, aber auch nur, wenn die Server nicht wieder herum spacken.
Es ist nebenbei bemerkt etwas anstrengend den NPCs zuzuhören. Sie reden so langsam und brauchen einfach generell ewig. Aber bisher hat es sich gelohnt sie so lange anzusprechen, bis sich der Text wiederholt und die Synchronisierung ist echt gut gelungen. Es ist nur fies, wenn dann ein Gegner von der Seite kommt und man zuhören und gleichzeitig kämpfen muss.

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Die Gegner sind gelegentlich extrem unmenschlich platziert und selbst wenn du sie siehst, kommst du manchmal nicht ohne Schaden zu ihnen hin. Da ist es fast gut, dass wenn man sie zehn Mal (ich glaube es waren zehn Mal) ermordet hat, sie nie wieder auftauchen. Oder eben auch nicht, weil man dann keinen Spot mehr hat zum Farmen. Die Position hängt von der Sichtweise ab.
Manchmal stehen sie ziemlich weit weg und da ich Nahkämpfer bin, komme ich nicht an sie heran. Mit Bomben oder Dolchen zu werfen wäre dann zwar ziemlich entspannend, aber ich habe keine. Aber ich habe einen Bogen! Nur keine Pfeile.

Ich bin mir auch in Hinsicht auf Schaden und Rüstung ein wenig unsicher. Das mit dem Schmieden ist dann noch eine Stufe härter. Ich kann das auch nur wieder mit Guild Wars 2 vergleichen, wo man nicht erfährt, wie es funktioniert, aber wenn man es dann herausgefunden hat, kann man sich die epischsten Dinge schmieden. Nur dass in Guild Wars 2 mehr Rohstoffe droppen und man sich notfalls alles über den Spielermarkt kaufen kann. Hier habe ich bisher eine Titanitscherbe verbraten, weil ich meine epische Rüstung aufgewertet habe, nur um danach eine noch epischere zu finden. Ich glaube das Spiel ist ein großer Troll, der will, dass man ihn ganz genau betatscht und jede Ecke und Falte erkundet.

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Nach einiger Zeit habe ich versucht etwas lockerer zu werden, aber das hat nur dazu geführt, dass ich nach über zwei Stunden meinen ersten Tod hatte. Und das war weder ein großer böser Gegner, noch ein kleiner niedlicher Gegner. Ich habe es einfach nicht geschafft zu springen.
Das große niedliche Viech im Tutorial Gebiet, wo dann aus der Ecke überraschenderweise ein Weiteres kommt, hab ich übrigens durch einen Trick in den Abgrund gelockt und so die Seelen kassiert. Ist vielleicht billig gewesen, aber das war mir viel sicherer, als ein direkter Kampf. Der hätte mich ziemlich matsch gemacht.

Bei Gegnern bin ich auch schon übermütig geworden. Das hat mich eine menge Seelen gekostet. Einerseits ein Zeichen vorsichtiger zu sein. Andererseits ist das Erforschen neuer Gebiete unglaublich aufregend. Wären da nicht die ganzen Geister von Spielern, die mir jedes mal einen Herzinfarkt bescheren. Oder die Gegner, die mich überraschen. Oder Invader, die ich schreiend ermorde. Oder große Gegner, vor denen ich schreiend davon renne.

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Generell hab ich bei dem Spiel in den ersten drei Stunden mehr geschrien, als in allen Horrorspielen, die ich je gespielt habe. Ich bin einfach ein unglaublicher Angsthase und besitze so gut wie keine echten Horrorspiele. Maximal Amnesia, aber das werde ich bei Kremmel nicht beenden. Ich hab noch einige Resident Evils, bei denen ich mir auch noch ab und zu in die Hose mache. Und ja, dazu zählt auch Resident Evil 6. Aber auch nur, weil Revelations mich geschädigt hat und das eine Level genauso aufgebaut war. Ich persönlich halte Revelations für das beste Spiel der Reihe.
Also im Grunde ist Dark Souls 2 kein geeignetes Spiel für mich. In wirklich allen Elementen, müsste ich es hassen oder wenigstens jetzt nicht weiterspielen wollen. Leider oder besser zum Glück ist genau das Gegenteil passiert.
Gerade durch den Onlinepart, hat das Spiel eine neue Ebene offenbart. Kommt man nicht alleine weiter, ruft man sich Kumpanen und naja manchmal auch ohne es zu merken NPCs. Das Finden neuer Waffen und Ausrüstungsgegenstände spornt das Aufleveln an, was wiederum das Farmen fördert. Es ist ein Kreislauf, der nur durch die Probleme des Rufsymbolfindens unterbrochen wird. Wie oft hab ich schon versucht mich mit einem Freund zu verbinden und trotz Ring ist kein Symbol erschienen. Offiziell ist es ein Serverfehler, an dem gearbeitet wird.
Ich bin jedenfalls froh, mir das Spiel besorgt zu haben. Das zeigt auch mal wieder, dass selbst wenn einen etwas abschreckt, sollte man sich überlegen, nicht doch in die Materie einzutauchen. Ich habe die Reihe bisher gemieden und fand es unverständlich, warum man sich so etwas antun kann. Jetzt weiß ich es.

So und das war es dann auch mit meinem kleinen Text zu dem Spiel. Jetzt kommen eigentlich nur noch die Videos. Ich muss vorneweg gestehen, dass es bei der Aufnahme einen extremen Fail gab, den ich aus Kulanz geschnitten habe. Aber keine Angst, du wirst nichts wichtiges verpassen. Im Grunde hab ich nur gestammelt, hab sinnlos Lebenssteine benutzt und bin verwirrt im Kreis gerannt, was mich ja normalerweise nicht stört, aber hier einfach fehl am Platz war.
Falls du jetzt die Videos schauen willst, wünsche ich dir viel Spaß. Ansonsten bis zum nächsten Mal.
Ahoi ^.^7

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Fazit

Sound: Ich muss gestehen, dass man wenig hört, aber was man hört, kann man auch deuten. Außerdem ist die Musik klasse.

Grafik: Nicht übel und echt sehenswert. Hat schon fast etwas poetisches, malerisches und anziehendes.

Altersfreigabe: ab 16, ich kann nicht sagen, ob es gerechtfertigt ist oder nicht

Story: Keine Ahnung, ich persönlich tippe auf irgendwas kaputt hauen um die Welt zu retten, aber ich weiß es nicht.

Momente des Glücks: Oh dieser Humor ist echt göttlich ♥ Die Leute sind alle irgendwelche Freaks, denen man nicht trauen sollte. Mag ich ♥

Charaktere: Ich und … äh …. keine Ahnung. Cale ist ein cooler Typ und Pate mag ich auch, weil er den Speckstein herausgerückt hat. Ansonsten gibt es da noch diese Katzenhändlerin, die ist echt süß. Jeder hat eine sehr angenehme Synchronisation, die auch beruhigt. Nur sie reden mir manchmal zu langsam.

Preis: Dark Souls 2 hat einen angemessen Preis. Auch am Releasetag

Fazit: Ich bin definitiv angefixt, das heißt aber nicht viel, weil ich zu doof für das Spiel bin. Ich werde es trotzdem weiterspielen.

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Videos

Dark Souls 2 Teil ungeschnitten
Dark Souls 2 Teil 1
Dark Souls 2 Teil 2
Dark Souls 2 Fazit

Post-Cindy-Konsole/PC PlayList

PS: Wenn alles gut läuft, werde ich versuchen das Spiel am 30.04 zu streamen. Dazu werde ich noch ein kleines Ankündigungsvideo hoch laden. Wenn du dabei sein willst, schau ruhig vorbei. Aber Vorsicht, ich bin noch am Einstellen der Optionen. Wenn das Datum rum ist und ich gestreamt habe, sollte es im Archiv zu finden sein.

 

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#94 Eine kleine nackte Kontroverse bitte?

Nackte Haut, Panty Blitzer, erotische Posen

Bgcix-3CUAAIIleDas sind die Dinge, die mir bei den Trailern von Lightning Returns in Erinnerung geblieben sind. Ich habe davon aber auch nicht mehr als zwei oder drei geschaut.
Für alle Menschen da draußen, die mit dem Namen nichts anfangen können, das ist der dritte Teil der Final Fantasy 13 Reihe. Er ist just am 14.02 also am Valentinstag erschienen und ich dachte mir, schauen wir doch mal rein. Oder nicht?

Ich meine das macht man so als FF13 Fan. Man kauft sich das Spiel und überlegt sich, ob man nicht einfach etwas dazu verfasst.
Ja, ich bin Fan der 13er Reihe. Nein, es interessiert mich nicht, was Andere darüber denken. Es tut mir Leid, das so Viele damit keinen Spaß hatten, ich hatte Meinen.
Die Kontroverse fing im groben mit dem ersten Teil an, wobei viele Zocker hofften, dass es bei einem Teil bleiben würde. Man hat so viel falsch gemacht und so viel hätte aus 13 werden können, aber der Reihe nach. Es gab schon vorher viele Teile, die für Unmut gesorgt haben. Viel habe ich von den Meisten nicht mitbekommen, aber das, was bis in die heutige Zeit ragt, lässt mich noch heute den Kopf schütteln.
Wobei ich selber auch nicht besser bin.

Rückblick auf den alten Glanz

Fast Jeder kennt ein Final Fantasy Spiel und bisher war der O-Ton, dass die Spiele unglaublich komplex und berührend sein müssen. Es gab sehr episch inszenierte Spiele mit mehr oder weniger gleichen Kampfsystemen und spätestens sei dem 8. Teil war Square immer einen Schritt in Sachen Grafik voraus.
Zum 7er Hype sage ich mal lieber nichts. Wer mich besser kennt, der weiß, dass ich einen unglaublichen Hass auf das Spiel habe. Die Gründe will ich nicht ausdiskutieren, weil der Großteil davon einfach nur dämlich ist.

Mein erstes wahrgenommenes Final Fantasy war der 10. Teil, ich glaube es zumindest.
Und wie es nun einmal so ist, der erste Teil, den man kennt, den vergöttert man. Ich als Nintendokind habe wenig von der Final Fantasy Reihe mitbekommen. Aber als ich dann in die Tiefen des JRPG Square Sumpfes abgetaucht bin, war ich ehrlich fasziniert.

Die Jahre sind vergangen und jetzt stehen wir bei 14 Teilen und ein paar Zerquetschten. Irgendwann in den nächsten Jahren kommt FF15, was früher FF13 Versus hieß, heraus. Es gibt eine eigens entwickelte Engine, die mal wieder alles bisher dagewesene in den Schatten stellt. Aber die Stimmung ist nicht gut.

Den ersten bockigen Fan habe ich persönlich mit FFX-2 wahrgenommen. Das Spiel, in dem 3 spärlich bekleidete Frauen die Welt retten. Eigentlich etwas Gutes oder? Anscheinend ist Yunas Charakter nicht mehr so, wie sie in X war oder sie hatte zu viel an keine Ahnung. Jedenfalls missfiel vielen der Teil.
Dann ist es ja super, dass bald (hoffentlich mal bald) die HD Version raus kommt. Da kann ich dann ein Auge auf ihre „Veränderung“ werfen und ein paar heiße Bräute beim Abschlachten beobachten.
Apropo HD Remake, ich weiß ja nicht, ob du das schon wusstest, aber viele Fans waren angesauert, dass es ein Remake von FFX gibt. Lassen wir mal so im Raum stehen, weil den Grund kenne ich jetzt nicht und ich will niemanden vorwerfen ein egoistisches Arschgesicht zu sein.

Nach FFX-2 kam FF12, ein weiteres extrem umstrittenes Thema. Es sei kein Final Fantasy mehr, es ist hässlich, es ist <hier beliebiges Standardwort einfügen>. Ich muss gestehen, dass es schon extrem an ein MMORPG erinnert und sich auch durch die ekelhafte Kamera schwer spielt, aber ansonsten fand ich es persönlich recht unterhaltsam. Aber auch hier gehen die Meinungen in die Extrema.
Muss denn jedes FF gleich sein?

BgcYFrOCEAAsXAnIch glaube viele Zocker hängen am eingebürgerten System der Reihe. Die epischen Geschichten mit den langen Nebenmissionen, die Charakterentwicklung mit der Zeit oder das Skillsystem und dann erst das Kampfsystem. Es war eigentlich bisher immer gleich, auf die eine Art und Weise.
Bis dann Final Fantasy 13 angekündigt wurde. Das Spiel, was laut Aussage einiger Fans den Untergang von Square Enix eingeläutet hat.

DIE REIHE STIRBT!

Das Spiel hat schon mit den ersten Bildern Wellen geschlagen und spätestens nach dem ersten Trailer war klar, dass ein Hype entstehen würde. Jedenfalls bei mir. GOTT war ich auf das Spiel scharf!
Ich erinnere mich noch, wie die Trailer mit der Zeit immer epischer wurden und die Effekte immer imposanter. Was könnte da bitte schief gehen? Schlauchlevel? So ein Quatsch, das macht man doch heutzutage nicht. Ein extrem seltsames Kampfsystem, was eine Mischung aus zu vielem und zu wenigen ist? Niemals, weil Square ist doch gut und so. Eine krude Geschichte, die man erst versteht, wenn man die Infos und damit meine ich alle Infos im Menü liest? Also bitte, wie kommst du darauf?

Es wurde verrissen.
Ich habe kaum eine Bewertung gelesen, die nicht entweder politisch formuliert wurde und in Richtung „ab der zweiten Hälfte wird alles besser“ ging oder so angenervt wirkte, dass man sich gefragt hat, was dem Schreiber passiert ist, dass er so extrem geschrieben hat. Es half nichts. Die Fans hassten das Spiel, sie waren enttäuscht. Jedenfalls der Teil, der sich im Internet austobt und in jedes Forum schrieb, wie schrecklich Final Fantasy 13 ist. Die, denen es gefallen hat, blieben stumm.
Verständlich, denn das Internet ist ein Schlachtfeld.
Ich erinnere mich noch genau, wie ich in einem Forum einen Thread gelesen habe, der von den positiven Seiten des Spiels handelte. Die Welle der Empörung lässt sich nicht in Worte fassen.

Regel eins im Internet, finde das toll, was alle Anderen mögen, weil du sonst eines elendigen Todes sterben wirst.

Wie gesagt ich mag FF13 und musste mich bisher immer rechtfertigen warum. Und mittlerweile mache ich das automatisch. Also hier meine Gründe.
Die Antwort ist eigentlich ganz einfach, ich mag das Spiel, weil ich es nicht in Zusammenhang zu FFX oder FF8 oder FF6 sehe. Es ist FF13 und natürlich nicht perfekt. Die Story hat mich gefesselt, nachdem ich mich eingelesen hatte und das Ende war unglaublich. Die Kämpfe haben nach einiger Eingewöhnungszeit extrem viel Spaß gemacht und das taktische Vorgehen war gerade gegen Ende hin eine Herausforderung. Ich war durchweg unterlevelt, was die meisten Bosskämpfe in einen Thriller verwandelte.

Kennst du den Boss in FF12, den man als normaler Mensch nicht unter zwei Stunden besiegen kann? So lange habe ich an dem ersten großen Endgegner in FF13 gesessen. Als ich dann gesehen habe, dass es eine Trophäe gibt, wenn man ihn in 20 Minuten besiegt, war das schon etwas deprimierend.

Die Welt war schockiert, als FF13-2 angekündigt wurde. Noch ein „schlechtes“ Spiel? Und wie bei X-2 wird es doch noch schlechter als der Vorgänger! DAS IST TRADITION SO!
Man kann sich heute nicht mehr vorstellen, wie negativ die Einstellung zu diesem Spiel war.

Square kann doch E-nix!

Fragt man jetzt in die Runde, dann gibt es Viele, die dieses Spiel geliebt haben. Mich eingeschlossen.
Das die Geschichte noch kruder wurde, lassen wir einmal Außen vor. Es hat unterhalten.
Das Ende von dem Teil war übrigens unglaublich fies. Und da Square zu dem Zeitpunkt mit einer dämlichen DLC Politik anfing, dachten viele, dass das „To Continue“ auf ein Ending DLC hindeute, wie es bei Mass Effect 3 der Fall war.
Wie tief die Münder fielen, als dann 13-3 also Lightning Returns angekündigt wurde, ist echt lustig.

Was kann man aber auch erwarten, wenn die Firma öffentlich ankündigt aus Lightning eine eigene Marke zu machen? Oder was wird auf einen zukommen, wenn die Entwickler erklären ein Zeitlimit ins Spiel eingebaut zu haben, wenn von Wiederspielwert geredet wird?
Hoffen, dass es einigermaßen Sinn ergibt, man nicht in Panik gerät und sich nicht weinend in die Fötusposition begibt. Mehr kann man nicht tun.

Lightning strikes back

BgdsJ_MCcAEu39rMein Werdegang mit dem Spiel und dessen Ankündigung ist ein Zick-Zack-Kurs der Gefühle. Aber größtenteils habe ich das Spiel ignoriert. Ich bin kein Mensch, der gerne unter Zeitdruck gesetzt wird und da das gesamte Spiel quasi aus Planung und Zurechtlegen besteht, habe ich lange Zeit mit mir gehadert.
Am Ende habe ich es doch vorbestellt, es aber im gleichen Moment auch einfach wieder vergessen.
Und dann kam es an und naja …. da liegt es … und …. ich habe es gezockt.

Spätestens dieser Teil hat nichts mehr mit einem klassischen Final Fantasy zu tun. Die Grundsteine, welche diese ausgemacht haben, sind so gut wie alle weg. Vielleicht zählt das Kampfsystem mit dem ATB Balken noch dazu, aber im Grunde ist das hier ein Action RPG mit japanischen Elementen. Wobei die Elemente sich auch nur auf die verdammt epische Klamottenkiste bezieht. Ich freue mich jetzt schon auf die ganzen Cosplays.

Die Story ist schnell erzählt. Nachdem im zweiten Teil die Welt nicht gerettet werden konnte, ist das Chaos erschienen und hat Serah ermordet. Gleichzeitig fiel Lightning in einen tiefen Kristallschlaf.
Die Entwickler haben die ganze Reihe voller Schlaf und Kristalle geklatscht. An jeder Ecke und an jedem Ende geht es um Kristalle, schlafen oder Gott. Und gerade Gott ist für mich ein zweischneidiges Thema.
Jedenfalls kann Gott die Welt nicht vor dem Chaos beschützen und beschließt Hope und Lightning darauf anzusetzen die Seelen der Menschen zu retten. Das ganze findet auf der Arche, der erbauten Stadt aus Teil zwei statt. Da gammelt Hope vor sich hin und wir sind auf den verschiedenen bewohnbaren Gebieten unterwegs.

Mit dem Ausbruch des Chaos, hörten übrigens die Menschen auf zu altern und Kinder zu kriegen. Sterben können sie aber, so dass die Anzahl der Bewohner in den letzten Jahre stark geschrumpft ist. Und da ist dann noch dieses seltsame Mädchen namens Lumina. Sie ist einfach überall.

Genau 500 Jahre sind vergangen, seit das Chaos ausgebrochen ist und in sechs Tagen geht die Welt unter.
Würde sie, wenn wir nichts tun. Aber da wir etwas tun, können wir das Ganze auf bis zu 13 Tage hinaus zögern. Alles was man dafür tun muss, ist Seelen von Menschen zu retten. Das geschieht durch Nebenmissionen, Sammelmissionen und die Hauptgeschichte.

Für jede abgeschlossene Mission gibt es Extras. Man wird also nur stärker, indem man Leuten den Seelenfrieden bringt. Darunter sind Klamotten, Schwerter, Accessoires, Schilder oder Satuswerterhöhungen. Aber das wäre nicht ein Spiel mit Zeitdruck, wenn es nicht Türen gäbe, die nur zu bestimmten Zeiten offen sind und oder generelle Beschränkungen gäbe. Man muss wirklich einiges planen und wenn ich keinen 100% Run mit meinen eigenen Augen gesehen habe, bezweifle ich, dass es möglich ist.
Ich persönlich bin echt am Überlegen einen separaten Spielstand zu erstellen, niemanden zu helfen und einfach die Welt untergehen zu lassen. Ich frage mich, was dann passiert. Ob es dafür eine Trophäe gibt?

Bitchfight

Gratis DLC

Als ich diesen Beitrag gelesen habe und durch einige Kommentare scrollte, habe ich hier und dort gelesen, dass das einzige positive am Spiel das Kampfsystem sei.
Das ist ein Grund, warum ich mich von News zu Spielen, die ich zocke, fernhalte. Und es hat mir auch gleich einen Teil des Spaßes geraubt. Aber ich habe zu viel Geld bezahlt um es in der Ecke verstauben zu sehen. Man darf sich nicht zu viel beeinflussen lassen.
Das Kampfsystem ist übrigens wirklich etwas besonderes und man könnte es vielleicht am ehesten mit Tales of Vesperia oder den Substanzen aus FF7 vergleichen.
Man kann sich jeder Situation anpassen und sich dadurch entweder in eine Ecke manövrieren oder ein Set zusammenstellen, was den Gegner zu Brei haut. Aber das erfordert Planung, Vorbereitung und einen großen Teil auch farmen.
Weil die Aktionen von Monstern gedropt werden.
Ach ja und man kann sich frei im Kampf bewegen.

Basteln wir uns eine Lightning.

BgiFcF0CYAAP-AjMan baut sich das Set und kann auf allein freien Plätzen eigene Manöver einbauen, es gibt gesperrte Felder und mit der Zeit findet man stärkere Kostüme und Waffe. Was am ersten Tag noch imba war, kann am nächsten Tag schwach sein, also muss man aufpassen. Fertig mit der Vorbereitung?
Ein wichtiger Punkt ist die Individualisierung und manchmal glaube ich, dass ich bisher mehr Zeit damit verbracht habe, als mit herumlaufen. Man kann nämlich jedes Kostüm mit eigenen Farben einfärben und Dekorationen an Lightning anbringen. Das bringt nichts an Statuswerten, aber man .. äh …. kann den Designer in sich wecken?

Jetzt steht man im Kampf.

Wie in den vorherigen Teilen kann man das Gegnerprofil mit R2 aufrufen. Hat man aber seine Schwäche auf keinem der Kostüme ausgerüstet, flieht man oder versucht zu kämpfen. Oft kann man den Gegner auch ohne seine Schwäche schocken, was viele Kämpfe einfacher macht.
Es gibt die TP, EP und ATB Leisten.
Die TP Leiste ist die Lebensenergie, die manchmal schneller auf 0 geht, als man realisiert. Da hilft nur Blocken oder durch einsetzen von Angriffen ausweichen.
Die EP Leiste ist eher ein Kreis, der aus einzelnen Elementen besteht. Im Laufe der Zeit erhält man Angriffe oder passive Eigenschaften, die auf der Oberwelt oder im Kampf helfen. Aber Vorsicht, die Leiste füllt sich nur durch Kämpfe wieder auf.
Die letzte Leiste ist der ATB Balken. Er sinkt mit jedem Angriff und ist je nach Kostüm höher oder niedriger, wie mit eigentlich jedem Wert. Auch zieht jeder Angriff oder jedes Blocken eine andere Höhe von ATB-Punkten ab. Ist diese Leiste leer, steckt man in der Patsche. Man ist dem Gegner hilflos ausgeliefert.
Außer man wechselt auf das nächste Kostüm. Ganze drei Stück kann man im Kampf einsetzen und alle nicht aktiven Klamotten regenerieren sich.
Du siehst, das Spiel ist im Grunde nur auf Anziehsachen aufgebaut.

Jetzt ist nur die Frage, ob das gut oder schlecht ist.

Stadt, Land, wo ist meine Karte?

BgiHBneCUAA27T4Ich bin überfordert. Auf allen Ebenen. Ich weiß nicht wo ich hin soll, ich weiß nicht was ich anziehen soll, ich weiß nicht, was ich verbessern soll, ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich bin überfordert.
Also anfangs und zwischen drin und auch irgendwie danach.
Grob gesagt, weiß ich oft nicht, wo ich hingehen soll und ob sich das lohnt oder wann die Personen an der Stelle erscheinen, wo ich sie erwarte. Ich kenne die Zeiten für die Hauptgeschichte und einige Nebenmissionen, aber am Ende steh ich da und weiß einfach nicht weiter.
Ich bin jemand, der gerne so viel, wie möglich erledigt, aber das hat auch dazu geführt, dass ich einen Termin von der Hauptstory verpasst habe. Was natürlich nicht schlimm ist, solange man genügend Tage über hat.

Das Spiel ist für mehrmaliges durchspielen gedacht und das merkt man sofort. Klar, am Anfang wird man an der Hand geführt und jeder kleine Mist wird einem gefühlt 30 mal ins Ohr geflüstert, aber dann steht man da. Genervt von zu viel unwichtiger Information und zu wenig wichtiger Information.
Und wie in den Spielen davor, musste ich nachlesen, was man eigentlich von mir wollte. Weiter als vorher bin ich nur bedingt, aber mit der Zeit gehen einem immer mehr Lichter auf.

Und wenn wir schon beim Nerven sind, es gibt einige Dinge, die mich extrem aufgeregt haben.
Als erstes ist da die Kamera. In engen Gebieten ist sie grauenhaft und entwickelt ein widerliches Eigenleben und selbst wenn man dagegen lenkt, wirkt es so, als säße am anderen Ende ein gemeiner Gremlin, der einen so richtig schön ärgern will. Aber da es so gut wie nie enge oder kleine Passagen gibt, kann man da gerne drüber hinweg schauen. Gäbe es da nicht eine andere Sache mit der Kamera.
Wenn man mit jemanden redet und eine Cutscene startet, friert diese nämlich an dem Punkt ein, an dem sie sich vor dem Anwählen der Person befunden hat. Leider findet das oft an einer wirklich unpassenden Position statt. Dadurch entstehen kleinere Clippingfehler oder man sieht sein Gegenüber überhaupt nicht und selbst wenn die Kamera 100% mitspielt, weigern sich die Passanten mit zuspielen.
Ich weiß ja nicht, was die meisten Leute auf der Straße tun, wenn sie zwei Menschen sehen, die sich miteinander unterhalten, aber ich bezweifle, dass sie anfangen die Beiden herum zu schubsen. Und anstatt alles lebendiger wirken zu lassen, kommen einen diese Leute wie tote willenlose ferngesteuerte Puppen vor. Ja klar es ist eine harte Zeit in den 500 Jahren gewesen, aber Manieren kann man doch nicht verlernen oder?
Die Kamera spinnt leider auch manchmal in Kämpfen, was dazu führt, dass man sich wünscht, den Kampf gleich in der übersichtlicheren Variante (man kann zwischen den Ansichten durch Drücken des R3 Knopfes wechseln) gestartet zu haben. Ich glaube das kann man einstellen, aber ich hab vergessen nachzusehen.

Dann gibt es eine Kleinigkeit, die ich nicht verstehe. Wenn man mit jemanden redet oder etwas anwählt, dann muss man warten. Sei es der Shop, dessen Logo erst laden muss oder man fertig mit reden ist und mehrere Sekunden am Weitergehen gehindert wird. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich das Spiel nicht installiert habe, aber es nervt auf Dauer.
Die Uhr tickt in der Zeit nicht weiter, aber wenn man mit vielen Leuten hintereinander redet, fällt es extrem auf.

Man kann sich übrigens auf der Karte Markierungen erstellen, die helfen sollen sich zurechtzufinden. Ich habe mir einige angefertigt, um die Übersicht über alle aktiven Missionen zu behalten. Mittlerweile tendiere ich aber einfach dazu nur noch die Nebenmissionen zu machen, die ich auch sicher abschließen kann.
Ich spiele übrigens auf „normal“ und dort regeneriert weder die Lebensleiste, noch sind sie so nett bei der „Flucht“ die Zeit nicht um eine Stunde zu verstellen. Würde mich nicht stören, wenn ich bei manchen Gegnern nicht sofort in Tränen ausbrechen würde (übertrieben gesagt, eigentlich sieht mein Gesicht eher so aus, als würden Schaufler tiefe Furchen graben), wenn ich sie sehe. Ist ja schön und gut, dass sie dich Gebiete dem Spielfortschritt anpassen, aber manchmal wünschte ich mir, dass es nicht so wäre und ich wenigstens ein mal ein wenig besser als der Gegner dastehen würde. Umso besser fühlt man sich, wenn man dem Hassgegner endlich eins ausgewischt hat und ihn ohne einmal getroffen zu werden vernichtet. Wenn man mal daran gedacht hat die Kleidung zu wechseln natürlich. Ein einfach durchmarschieren ist definitiv nur mit sehr viel Skill möglich.

Die Herausforderung für mich in diesem Spiel ist es übrigens, nicht in einen Ich-muss-das-tun-Modus zu verfallen. Ich bin vielleicht der einzige Mensch, dem das passiert, aber manchmal vergeht mir dadurch die Lust an einem Spiel, was mir eigentlich viel Spaß gemacht hat.
Es gibt viele Momente in Lightning Returns, bei denen ich schwitze, aber auch Viele, bei denen ich genieße. Seien es die bunten Lichter auf den Meilen, die trostlose Stimmung in den Armenvierteln, das weite Gebiet der Wiesen oder einfach eine Wand, an der Bilder hängen. Es gibt auch Momente, die einen Fragen in den Kopf pflanzen und welche man wahrscheinlich nie beantwortet bekommen wird.
Andere Fragen aus den vorherigen Teilen werden wiederum aufgeklärt, obwohl man sich nie Gedanken drüber gemacht hat und einige male wird (meiner Meinung nach) indirekt die vierte Wand eingerissen.
Ich liebe übrigens die Musik. Eine Mischung aus den alten Spielen und neue Adaptionen, bis hin zum Dubstep. Hut ab für diesen OST.

Ist das noch ein Final Fantasy?

OH GOTT NEIN! NIEMALS! VERDAMMT, DAS IST EINE SÜNDE, WAS DIE HIER GEMACHT HABEN!

Bgck1-4CYAEJ0LcAber mal ehrlich, ist das wichtig? Ich verstehe, wenn man ein Spiel kauft, weil man von der Marke etwas bestimmtes erwartet, aber muss deswegen die Marke das sein, was man erwartet? Muss die Marke sich jedem Fan jeder Generation anpassen und ihm gefallen?
Das Spiel war schon bei seiner Ankündigung nicht sehr beliebt und viele Rezensenten und Blogger oder Fans werden sicher davor warnen das Spiel zu kaufen. Ich verstehe den Wunsch zu wissen, was man kauft und ich verstehe genauso die Enttäuschung mancher Zocker, die ganz sicher entstehen wird, nachdem FF13-2 eigentlich gezeigt hat, dass die FF13er Ableger auch für alle Generationen ansprechend sein können. Aber man sollte auch für Veränderungen offen sein.

Lightning Returns ist ein Final Fantasy Spiel und ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass es die Richtung beschreibt, die Square ab jetzt gehen wird. Die Trailer zu FF15 haben es gezeigt, ein klassisches FF á la 7 oder 9 oder vielleicht sogar 10 kann man nicht mehr erwarten.
Das heißt nicht zwangsläufig, dass das Spiel schlecht wird, es wird nur anders.
Genauso anders ist Lightning Returns. Es ist auf den ersten Blick kein Rollenspiel mehr und die ersten Stunden werden eher verwirren, als aufklären, aber ich glaube nicht, dass es ein schlechtes Spiel oder gar ein schlechtes Final Fantasy ist. Ich würde es trotzdem nicht als extrem gut bezeichnen.
Die Geschichte ist emotional, wirkt teilweise aber ein wenig aufgesetzt, es gibt viele Lücken, die man nur durch lesen füllen kann und oft rennt man einfach an den Missionen oder Personen vorbei, weil die Kamera nicht so will, wie der Spieler. Aber es macht Spaß und das Design der Kleidungsstücke ist der Wahnsinn.

Mit FF 13-3 ist die Reihe gestorben?

Final Fantasy ist NICHT tot! Nur weil einem ein Spiel nicht gefällt, heißt das nicht, dass die gesamte Reihe im Sterben liegt. Ich finde es zuzüglich extrem frech das einige FF15 als heilig ausloben, während im gleichen Atemzug die 13er Teile als schlecht betitelt wird. Beide Spiele (13 und 15) ähneln sich bisher erschreckend. Das eine Schlauchlevel ist toll, weil die Grafik realistischer ist, aber das Andere nicht?
Ich verstehe die Moral dahinter nicht. Ein eigenständig denkender Mensch würde zumindest die Meinung anderer Zocker respektieren. Ich persönlich habe nichts dergleichen in den letzten Jahren entdecken können, weder privat noch im Internet.
Ich akzeptiere, dass Leute die 13er Teile nicht mögen, aber ich respektiere es nicht, wenn auf etwas nur herumgeritten wird, weil es die Mehrheit macht oder man dadurch mehr Klicks generiert. Aufrührerische Titel hin oder her, aber dann sollte man mindestens mit mehr Argumenten kommen, als, dass es kein klassisches Final Fantasy mehr ist. Wer das erst mit Lightning Returns mitbekommen hat, der sollte sich einmal fragen, wo er  oder sie die letzten Jahre verbracht hat.
Es regt mich jedes Mal auf. Die Tatsache ist doch, dass die Meisten im Internet nur das nachplappern, was sie von der Mehrheit gehört haben. Ich frage mich, wie viele von den Leuten die mittlerweile das Franchise für tot erklärt haben, auch nur eines der neuen Spiele gezockt haben. Es wird sich immer nur auf 13 bezogen, aber was ist mit 13-2 oder 14? 14 und 11 sind zwei zum Beispiel MMORPGs, die gerade ziemlich an Wind gewonnen haben. Und mit Theatrhythm kam ein erfolgreicher 3DS Ableger, der einen Nachfolger bekommen wird, heraus. Die Reihe lebt mehr denn je und iOs Remakes werden auf den Markt geworfen, dass man als schon vor Neid platzt, weil man keine Kreditkarte besitzt.
Final Fantasy stirbt? Wo? Ich sehe nichts davon und selbst wenn es einigen nicht gefällt, Square wird keinen anderen Weg einschlagen, nur weil sich Leute darüber aufregen, dass es ein Remake gibt oder das neue Spiel auf sich warten lässt. Die Zeiten haben sich geändert, es gibt genug klassische JRPGs auf dem Markt und keiner hackt auf denen herum, weil sie sich ändern. Es gibt eine unglaubliche Masse an neu erscheinenden JRPGs, die viele Klassische in den Schatten stellen. Veränderungen sind nicht immer schlecht.
Ich persönlich habe das Kampfsystem in Tales of Graces f zum Beispiel gehasst und die Story war extrem krude, ich bin wenig vom Tales of Symphonia Remake begeistert und werde es mir auch nicht kaufen. Ich kenne das Dilemma, dass man sich Spiele seiner Lieblingsreihe immer so wünscht, wie sie eben früher waren, aber das ist kein Grund etwas als tot zu bezeichnen. Natürlich muss man es auch nicht akzeptieren, aber es ändert nichts an dem Spiel.
Für mich steht Tales of jederzeit über Final Fantasy und in den letzten Jahren hat sich gerade im Franchise der großen JRPGs einiges geändert. Das zu akzeptieren fällt oft schwer. Aber man macht es den Entwicklern auch nicht einfacher.
Zu sehen, wie manche in einer Konsumspirale versinken, mutige Neuerungen gleich hassen und dann zum nächsten Spiel rennen und ohne zu hinterfragen dasitzen, tut mir weh. Das ist vielleicht der größte Nachteil in der heutigen Medienwelt, dass man schon vor dem Kauf durch die Worte von Leuten, davon abgehalten werden kann und andere einem einfach die Meinung vorkauen.

Wann hast du das letzte Mal blind zugegriffen und dir deine eigene Meinung gebildet?

Oh seelig sind die Armen

Wenn du dir jetzt unsicher bist, ob das Spiel etwas für dich wäre, dann lade dir doch die Demo herunter. Sie deckt den Anfang der Geschichte ab und du lernst etwas die Kampfsteuerung kennen. Natürlich kann ich dir nicht die Entscheidung abnehmen, aber das Spiel ist herausfordernd und vielleicht gefällt es dir ja, wenn du nicht herangehst, als wäre es das neue FF9.

Link zur Demo auf der PS3

Das Spiel ist übrigens länger, als man sich es vorstellen kann. Pro Gebiet gibt es extrem viele Nebenaufgaben. Ich war schon ein wenig schockiert muss ich gestehen. Die Bilder sind über das „Outworldsysten“ entstanden. Damit kann man Fotos im Spiel machen und diese dann an Twitter oder Facebook senden. Eine ganz nette Idee, aber ich bin mittlerweile so an das MiiVerse gewöhnt, da haut mich diese Erfindung nicht aus den Socken. Wenn du wissen willst, wie ich mich so im Spiel schlage und du keine Angst vor Spoilern hast, dann klick einfach auf den Link ganz Unten.

Vielleicht lesen wir uns ja noch an andere Stelle, aber von mir war es das. Ich hoffe dir hat der Text gefallen, ich geh jetzt eine Runde spazieren.
Deine Cindy ^-^7 ahoi

PS: Das ist mein längster Beitrag, den ich bis heute verfasst habe. Über 4200 Wörter. ^-^

Lightning Returns PS3 Statistik

 

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#92 Feuerchen und so [Indie Woche 4]

Hey LEute, es bREnnt!

Als ich das erste Mal diesen Kaminsimulator entdeckte, entwickelte ich eine Obsession gegenüber Feuer. Anfangs war es nur ein leichtes zündel, es ging dann über zu nur „nur noch einmal“ und endete darin, dass mein Haus explodiert ist.

Ich sammle jetzt Geld für ein Neues.

Little Inferno [Dienstag]

Tomorrow Corp. wird dein Leben revolutionieren!

Die einfachste Regel ist, rein schmeißen und verbrennen lassen. Das ist das Spiel.
Nein ernsthaft, DASS IST DAS SPIEL!

Ich könnte darüber schreiben, dass es Kombos gibt oder man mit der Zeit neue Kataloge kaufen kann und am Ende sogar das Haus verlässt und es sogar eine Moral gibt, aber am Ende zockst du es doch eh nur, weil man Dinge verbrennen kann, die schreien, explodieren und so. Oder?

Beweise mir das Gegenteil und mach eine Videoantwort, ich geh derweil weiter sammeln. So ganz ohne Dach zu leben ist scheiße.

Extras oder besser gesagt hier gibts was zu verschenken [Mittwoch]

 

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