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Hohokum

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Willkommen in der verrückten, kunterbunten Welt von Hohokum.
So begrüßt einen die offizielle Playstation Seite zum Spiel.
Schlüpf in die Rolle eines neugierigen fliegenden Drachens und begib dich auf eine Entdeckungsreise durch einzigartige Welten voller skurriler Figuren und Interaktionen.

Hohokum ist ein Spiel, welches im Mai 2015 gratis für Playstation+ Besitzer bereitgestellt wurde. Ich habe es mir für die PS4 heruntergeladen, hätte aber auch die PS3 oder PSVita Version nehmen können.
Der Grund, warum ich es ausprobieren wollte, war die schiere Seltsamkeit der Screenshots.
Bunte und recht abstrakt wirkende Charaktere stehen neben riesigen Elefanten und man selber ist ein Drache oder eine Schlange mit einem Auge.

Entwickelt wurde das Ganze von Honeyslug Ltd, einer Firma, von der ich bis dato noch nie etwas gehört habe. Das Spiel selber wurde 2010 auf einem Indie Festival eingereicht und 2014 veröffentlicht. Weitere und sehr detaillierte Fakten sind auf dem englischen Wiki zu finden.
Es ist manchmal extrem spannend, wie genau ein Spiel entsteht und was die Anfänge waren.
Nebenbei habe ich mit den PS+ Angeboten für den Juni wieder ein Honeyslug Spiel in der Downloadwarteschleife.
Super Exploding Zoo.

Ich habe schon auf Twitter erwähnt, dass Hohokum mich beeindruckt hat. Es ist so nichtssagend, aber wenn man einmal anfängt, wird man eingesogen in eine Welt, die so seltsam scheint, als sei sie aus der Feder Terry Pratchetts entsprungen.
Oberflächlich etwas banales, aber mit Kleinigkeiten detailreich gestaltet, die dann im Verlauf an Wichtigkeit gewinnen.

Ein hervorstechendes Merkmal ist offensichtlich der Artstyle. Dieser wurde vom brittischen Künstler Richard Hogg [http://h099.com/about/] beigesteuert, der nach eigenen Aussagen neben dem Beruf Künstler, Videospielentwickler, auch Bandmitglied in der Gruppe „Satans Cock“ ist.

Aber was wäre die Kunst ohne passende Untermalung. Diese stammt vom Label Ghostly, welches gleich mehrere Künstler ins Rennen schickt und so eine interessante Vielzahl von Songs gebärt.
Die Dance, Pop, House und Techno Ansätze fallen nie direkt auf, unterstützen aber aktiv das Spielerlebnis. Die Töne passen sich der Umgebung an und der Übergang ist fließend.
Das klingt jetzt wie aus einer Broschüre, ich habe aber ehrlich gesagt bis zum Ende des Games die Musik nur indirekt wahrgenommen. Sie war da. Aber nie aktiv in meinem Kopf vorhanden.

Getragen auf Schwingen, sanft wie ein Blatt

Ja, aber worum geht es denn nun in Hohokum.
So direkt weiß man das nicht. Man startet blind in einem schwarzen Gebiet, sammelt andere Wesen auf und fliegt fröhlich umher. Bis wir einschlafen und alle unsere Freunde verschwinden.
Nun heißt es in drei großen Welten mit Unterwelten Rätsel zu lösen und sie wiederzufinden. Zusätzlich kann man auf die Jagd nach gut versteckten Augen gehen.
Hat man dann alle Freunde, kommen die Credits und man hat die Möglichkeit die restlichen Augen zu finden oder die sehr obskuren Achivements zu entdecken.

Die Steuerung ist simpel aufgebaut. Ich vergleiche das Spiel an der Stelle einfach mit Flower, was auch eine Inspiration für die Entwickler war. Dort neigt man den Controller um die Richtung zu bestimmen und drückt einen Knopf zur Beschleunigung.
Hier kann man entweder den Stick oder die L und R Tasten verwenden. Das Reindrücken von X, L oder R beschleunigt den Drachen….den Kite. JA, bleiben wir bei Kite, denn ursprünglich resultierte das Spiel ebenso aus dem Wunsch eine Kite-Simulation zu erschaffen.
Fliegt man in Schlangenlinien beschleunigt das Kite umso mehr. Drückt man auf Kreis, bremst man. Das Viereck lässt das Auge schließen, womit man sich in neue Gebiete begeben kann, falls man zufällig über einer Tür fliegt.

Die Level sind alle für sich einzigartig. Im Grunde entdeckt man immer etwas Neues, auch wenn man das Gebiet eigentlich schon kennt. So muss man kleine Rätsel lösen, um seine Freunde freizuschalten. Diese werden dann in einer kleinen niedlichen Cutscene vorgestellt.
Diese Rätsel reichen von abstrus bis musste das jetzt sein?
Verlässt man das Gebiet, werden die Rätsel resettet, was gut oder schlecht sein kann. Wobei man hier erwähnen muss, dass das nicht auf alle zutrifft. Somit ist manches nicht zu wiederholen, wie z.B. die Sache mit den Vasen in der Töpferwelt.

Zwischen den Leveln existieren kleine Hubworlds, die meist sinnfreier Natur sind, außer zu unterhalten. Bis auf einen Übergang.
Und das bringt mich auf einen Teil, den ich bisher eher ignoriert habe.
Seit einigen Jahren, sind sogenannte Achievements oder Trophäen eingeführt, die man freigeschaltet bekommt, wenn man bestimmte Aufgaben erledigt. Das reicht von „töte 100 Gegner“ und kann auch mal eine Aufgabe sein wie „starre auf die Unterhose deines Charakters“.

Hohokum ist hierbei ein dreckiges dreckiges Hohosäckchen.
Nicht nur, dass die Trophäen versteckter Natur sind, nein, sie sind abstruser Natur.
In insgesamt 12 Aufgaben, die von Bronze bis Gold reichen, ergo kein Platin bringen, muss man Dinge erledigen, die nicht gerade offensichtlich erscheinen.

Trophäus Maximus

Gehen wir der Reihenfolge der Wertigkeiten nach steht an erster Stelle „Nussknackers Kummer (Knacknussius Minimus)
Gleiche alle Knacknüsse im Knacknuss-Baum an.
Hierbei muss man im Level mit den Kites eine kleine Insel suchen, auf der ein Knacknussbaum steht. Diese Nüsse müssen nun auf die gleiche Größe geditscht werden.

Schnappmuschel! (Bivalvia Claustrophobius)“ ist da ein wenig weniger offensichtlich.
Du hast in dem riesigen muschelartigen Ding festgesteckt. Und seltsame Zotteln haben dich ständig gekitzelt.
Im Wasserblasenlevel, gibt es eine riesige Miesmuschel, in die man fliegen muss, damit sie einen aufnommst.

Le Croque Parabolique (Acrobaticus Sycamoria)
Dank dir haben es alle Samensammler zum Drachenfest geschafft.
Diese Trophäe besitze ich nicht. Aber ich kann sagen, dass man dafür alle sitzenden Leute, auf die oberste Plattform, im Drachen aka Kite Level bringen muss.

Übrigens, die Übersetzung Kite zu Drache, gab es schon in dot Hack. Dort hieß der Hauptcharakter Kite auf Deutsch Drache. Widerlich.

Junger Ognathologe (Ognadae Ognadae)
Sieh dir einen Ognapoden näher an.
Eine eher leicht zu erledigende Aufgabe. Man fliegt durch das Level mit den abgeholzten Bäumen und sieht man eines dieser Wesen, tarnt man sich mit Kreis.
Die schwierigere Variante kommt mit „Umjubelter Meister der Ognapodologie (Ognadae Tetratetron)Finde vier verschiedene Ognapoden-Arten.

„Ghoonhaufen (Ghoongollion Marginus)“
Erschaffe einen hübschen Ghoon-Stapel.
In dem Übergangslevel zwischen Höhle und Dschungel, gibt es nichts als blau. Denkt man, denn es haben sich tatsächlich 4 Ghoons versteckt, die man der Größe nach ordnen muss.

„Des Reiters Tagtraum (Cumulus Velivolus)“
Du hast eine Wolke entdeckt, die der Himmelsbestie von Poto & Cabenga verdächtig ähnelt.
Diese ist wieder recht simpel. Hier muss man nur solange die Wolken anstupsen, bis ein kleiner Wolkendrache erscheint. Süß!

„Der Zwielicht-Kitzler (Bulblio Bulblio)“
Glückwunsch. Du hast alle Jahrmarktlaternen entfacht, ohne jemandem einem Schlag zu versetzen.
Hier reicht es einfach nur drauf zu achten keine Passagiere zu haben. Achja das Level ist das sogenannte Jahrmarktlevel.

„Scham der Krabbler (Hermetica Ingloria)“
Sieh dir einen splitterfasernackten Krabbler an. Fühle seine Scham.
Erinnerst du dich an das Level mit dem sinkenden und steigenden Wasserpegel? Exakt dort lebt ein Einsiedlerkrebs, der Angst vor Kites hat. Einfach jagen und der Arme kippt um.
Keine Sorge, er steht wieder auf.

„Ragazzi del 99 (Gelatus Purgutoria)“
Statte dem Eisverkäufer einen Besuch ab.
Mit dieser Trophäe begeben wir uns in den Silber Bereich. Um dieses optionale Gebiet freizuschalten muss man im Töpferwald den Forscher dazu bringen, uns in drei Symbole zu verwandeln. Diese geben wir dann in der Heimatwelt an. Dort gibt es nämlich unten einige Steine, die beim Überfliegen aktiviert werden können.

„Nussknackers Wonne (Knacknussius Maxia)“
Gleiche alle Knacknüsse im Knacknuss-Wald an.
Und hier wird es besonders lustig. Erinner dich an den Knacknussbaum und wende genau die gleiche Vorgehensweise auf die Heimat an. Denn dir ist sicherlich schon der Haufen gelb-oranger Knacknüsse aufgefallen. Nicht? Jedenfalls müssen die gleichgroß gemacht werden.
Simpel. Eigentlich.

„Hohokflitz (Hohokumnavigus Furius)“
Schließe das Hohokum-Videospiel in weniger als 60 Minuten ab.
Verständlich irgendwie, aber für mich leider nicht schaffbar. Dämlicher Zeitmangel.

Ja und damit haben wir alle Geheimnisse erforscht. Bis zu dem Augenblick, in dem man erkennt, dass da noch Augen zu entdecken sind. Viele viele sehr gut versteckte Augen.
Diese schalten einen speziellen und geheimen Abspann frei.
Den darfst du dir natürlich selber freispielen. Ich werde ihn nicht zeigen.
Hey, das Spiel kostet nur 12,99€! Und einmal gekauft, auf PS4, PS3 und Vita spielbar. Crossplay nennt sich das.
Nice!

Und taugt es zu etwas?
Wenn es die Möglichkeit gegeben hätte komplett stehen zu bleiben, was bei einem Kite ja leider nicht möglich ist, hätte ich wohl digitales Stillleben oder Landschaftsdruck gesagt, um bei den Freunden anzugeben.
So reicht es wohl eher nur zu einem Urlaubserlebnis. Mit Selbstverpflegung natürlich. All inclusive kostet mehr.
Getreu dem Motto nur schauen, nicht anfassen.

-Und taugt es zu etwas? Hohokum-

 

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